Was tun wenn der Salat fault?

(04.06.2008) 

Hohe Temperaturen und feuchte Witterung erhöhen das Risiko, dass der Salat fault. Daran sind drei verschiedene Erreger beteiligt: Schwarzfäule (Rhizoctonia, schwarze Flecken an den Aussenblättern), Graufäule (Botrytis, grauer Pilzrasen) und Sclerotinia (weisser Pilzrassen mit schwarzen Dauerkörpern). Alle drei Pilzkrankheiten können viele Kulturarten befallen, eine geregelte Fruchtfolge allein hilft daher noch nicht. Trotzdem ist es ratsam, zwischen Salaten jeweils eine Anbaupause von zwei Jahren einzuhalten. Nach einem stark befallenen Satz sollte im gleichen Jahr kein Folgesatz gepflanzt werden.

Die Pilze sind auf hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen, deshalb helfen alle Massnahmen, die zu einem schnellen Abtrocknen des Bestandes führen. Ein dreireihiger Anbau (bei 1.5 m Fahrspur) hat sich dabei bewährt. Auf Mulchfolie gepflanzter Salat ist in der Regel weniger von Fäule befallen.

Zur Pflanzenstärkung hat sich in Deutschland das Bakterienpräparat Rhizoplus 42 bewährt. Dabei werden die Jungpflanzen vor dem Pflanzen angegossen und ein bis zwei Wochen später mit dem Präparat gespritzt.
Als Pflanzenschutzmittel bewilligt sind im Bioanbau das Bakterienmittel FZB 24 gegen Rhizoctonia und Contans, ein nützlicher Pilz, der Sclerotinia-Dauersporen zerstört. Contans muss mehrere Wochen vor dem Pflanzen ausgebracht werden. Beim FiBL-Kurs „Pflanzenschutz im Biogemüsebau“ vom 11. Juni in Pfäffikon ZH werden die Salatfäule und weitere Themen präsentiert und diskutiert.

Weiterführende Informationen:

Kurs Pflanzenschutz im Biogemüsebau vom 11. Juni 2008

Merkblatt Pflanzenschutzempfehlungen für den Biogemüsebau (im FiBL-Shop)

Merkblatt Krankheits- und Schädlingsregulierung im Biogemüsebau (im FiBL-Shop)

Ansprechpartner:

Martin Koller
Anbautechnik Pflanzenbau, FiBL
Tel. 062 865 72 34
martin.koller(at)fibl.org

Martin Lichtenhahn
FiBL Beratung
Tel. 032 313 44 60
martin.lichtenhahn(at)fibl.org

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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