Vermarktung und Umstellung Futtergetreide 

Biobrotgetreide

Das Biobrot gehört nach Eier und Gemüse nach wie vor zu den drei meist konsumierten Knospe-Produkten, trotz leichten Schwankungen. 

Die Verfügbarkeit des Schweizer Knospe-Getreides dürfte sich in den kommenden Jahren weiter erhöhen, da die Bioackerflächen, welche gemäss den Bio Suisse Richtlinien bewirtschaftet werden, weiterhin zunehmen.

Nichtsdestotrotz ist das Ziel den Richtpreis so festzulegen, dass die Attraktivität des Schweizer Knospe-Brotgetreides auch bei steigenden Inlandanteilen sichergestellt werden kann.

Grundsätzlich muss die Anbauplanung immer in Absprache mit Abnehmern erfolgen. Dinkel ist vorzugsweise für Standorte und Regionen zu reservieren, die für den Weizenanbau weniger geeignet sind.

Für die Ernte 2021 sind beim Dinkel und Roggen die Abnahmemöglichkeiten zu prüfen. Für Umstell-Mahlweizen ist ein Abnahmevertrag zwingend.

Beim Roggen wird ein Rückbehalt von CHF 4.-/dt für eine allfällige Deklassierung der Überschussmengen vom Richtpreis abgezogen. Der Rückbehalt wird von den Sammelstellen eingezogen bzw. vom Richtpreis in Abzug gebracht.

Biofrischbrot mit stabilem Marktanteil

Sowohl umsatz- als auch mengenmässig nimmt Frischbrot im Biomarkt eine wichtige Stellung ein. Der Umsatz mit Frischbrot war 2019 im Detailhandel mit +1.7% wachsend gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurde ein Umsatz von CHF 224.1 Mio. erzielt. Mit 26.1% Bioanteil am Gesamtumsatz gehört Biofrischbrot zu den beliebtesten Bioprodukten.

Zusätzlich zum Frischbrot werden im Detailhandel auch anderes Biobrot und Biobackwaren wie zum Beispiel Toast, Buns, Knäckebrot, Teig usw. vermarktet. Der damit erzielte Umsatz belief sich 2019 auf 56.2 Mio. Franken. Der Bioanteil ist allerdings mit rund 5.4% am Gesamtmarkt deutlich geringer.

Erntemengen Knospe-Brotgetreide

Aus der Ernte 2019 konnten 26'341 Tonnen Brotgetreide übernommen werden, 28% mehr als im Vorjahr. Die guten Wetterbedingungen haben zu sehr guten Erträgen geführt. Es wurden 21'238 Tonnen Weizen geerntet, 31% mehr als im Vorjahr. Beim Roggen betrugen die Erntemengen 1'637 Tonnen (+35% ggü Vorjahr) und beim Dinkel 3'466 Tonnen (+11% ggü Vorjahr). 

Die Proteingehalte, welche auf der Stufe Sammelstelle und Mühle erhoben wurden, betrugen durchschnittlich 13.44% und entsprechen so den Anforderungen des Handels.

Die provisorischen Inlandanteile für Brotgetreide 2020/21 betragen: Weizen 67%, Roggen 94% und Dinkel 86%.

Verarbeitungsmengen Knospe-Brotgetreide

Die Verarbeitungsmengen Knospe-Brotgetreide waren im Getreidejahr 2018/2019 gegenüber der Vorjahresperiode leicht abnehmend. Insgesamt wurden 43'371 Tonnen Knospe-Getreide (-0.6%) verarbeitet.

Die Verarbeitungsmengen an Knospe-Weizen machen mit knapp 85% den grössten Teil an der gesamten Verarbeitungsmenge Knospe-Brotgetreide aus. Die Verarbeitung von Knospe-Weizen hat im Getreidejahr 2018/2019 leicht abgenommen. Insgesamt wurden 36'602 Tonnen Knospe-Weizen verarbeitet, -1.4% weniger als im Vorjahr. 

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Mit einer Verarbeitungsmenge von 2'128 Tonnen kommt dem Roggen im Biobrot-Getreidemarkt die kleinste Bedeutung zu. Im Vergleich zum Vorjahr war die Verarbeitungsmenge an Knospe-Roggen leicht zunehmend (+1.6%).

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Mit knapp 10% Volumenanteil bei Brotgetreide nimmt Dinkel im Biobrot Getreidemarkt eine grösser werdende Bedeutung ein. Im Getreidejahr 2018/2019 wurden 4'641 Tonnen Dinkelkerne verarbeitet, was im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme von 5.3% gleich kommt. 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 09.07.2020

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