Vermarktung und Umstellung Futtergetreide 

Biobrotgetreide

Der Brotkonsum war in den letzten Jahren ziemlich stabil. Jede Konsumentin und jeder Konsument isst jährlich im Durchschnitt rund 50 kg Brot. Bio-Brot erfreut sich dabei einer steigenden Nachfrage. Es gehört nach Eier und Gemüse zu den drei meist konsumierten Knospe-Produkten.

Die Verfügbarkeit des Schweizer Knospe-Getreides dürfte sich in den kommenden Jahren weiter erhöhen, da die Bio-Ackerflächen, welche gemäss den Bio Suisse Richtlinien bewirtschaftet werden, weiterhin zunehmen. Auch bei steigenden Inlandanteilen sollen die Richtpreise möglichst stabil gehalten werden. Dies bedingt aufgrund der Preisunterschiede zwischen Inland- und Importprodukten auch die Bereitschaft der ganzen Lebensmittelkette, den sich dadurch verteuernden Rohstoffmix mitzutragen.

Grundsätzlich muss die Anbauplanung immer in Absprache mit Abnehmern erfolgen. Dinkel ist vorzugsweise für die Randregionen zu reservieren, wo kein Weizen angebaut werden kann. Für die Ernte 2019 sind beim Dinkel die Abnahmemöglichkeiten zu prüfen.

Biofrischbrot mit stabilem Marktanteil

Sowohl umsatz- als auch mengenmässig nimmt Frischbrot im Biomarkt eine wichtige Stellung ein. Der Umsatz mit Frischbrot war 2016 im Detailhandel mit +1.3% wachsend gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurde ein Umsatz von CHF 177.4 Mio. erzielt. Mit knapp 21% Bioanteil am Gesamtumsatz gehört Biofrischbrot zu den beliebtesten Bioprodukten. 

Zusätzlich zum Frischbrot werden im Detailhandel auch anderes Bio-Brot und Bio-Backwaren wie zum Beispiel Toast, Buns, Knäckebrot, Teig usw. vermarktet. Der damit erzielte Umsatz belief sich 2016 auf 47.4 Mio. Franken. Der Bio-Anteil ist allerdings mit rund 4.8% am Gesamtmarkt deutlich geringer.

Erntemengen Knospe-Brotgetreide

Das inländische Angebot an Brotgetreide ist in den letzten 6 Jahren dank zusätzlich gewonnen Betrieben und Ackerflächen weiter gestiegen. Trotz unvorteilhaften Wetterbedingungen haben die Ernteerträge die Erwartungen vieler Produzenten übertroffen. Mit der Weizenernte 2017 wurde wiederum eine sehr gute Qualität erzielt. Die Proteingehalte bei Mahlweizen sind hoch und liegen im Durchschnitt bei rund 13.07%.

Verarbeitungsmengen Knospe-Brotgetreide

Die Verarbeitungsmengen Knospe-Brotgetreide waren im Getreidejahr 2016/2017 gegenüber der Vorjahresperiode wachsend. Insgesamt wurden 42'284 Tonnen Knospe-Getreide verarbeitet.

Die Verarbeitungsmengen an Knospe-Weizen machen mit knapp 85% den grössten Teil an der gesamten Verarbeitungsmenge Knospe-Brotgetreide aus. Die Verarbeitung von Knospe-Weizen war im Getreidejahr 2016/2017 wachsend. Insgesamt wurden 36'253 Tonnen Knospe-Weizen verarbeitet. Damit bleibt Knospe-Weizen aus der Schweiz ein gut nachgefragtes Produkt.

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Mit einer Verarbeitungsmenge von 2'000 – 2'500 Tonnen kommt dem Roggen im Biobrot-Getreidemarkt die kleinste Bedeutung zu. Im Vergleich zum Vorjahr war die Verarbeitungsmenge an Knospe-Roggen +10.7% zunehmend.

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Mit gut 9% Volumenanteil bei Brotgetreide nimmt Dinkel im Bio-Brot Getreidemarkt ebenfalls eine kleinere Bedeutung ein. In den letzten Jahren wurden jeweils über 3'000 t Dinkel (Kernen) verarbeitet. Im Getreidejahr 2016/2017 wurden etwas weniger Dinkel-Kerne verarbeitet (-1.7%).

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 02.07.2018

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