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Biofuttergetreide

Inlandangebot Biofuttergetreide

Das inländische Angebot an Futtergetreide ist in den letzten Jahren dank zusätzlich gewonnenen Betrieben und Ackerflächen weiter gestiegen. Die vorteilhaften Wetterbedingungen haben teilweise zu sehr guten Erträgen geführt. Die Ernte 2019 hat im Vergleich zum Vorjahr um 22% zugenommen. Aus der Ernte 2019 konnten 34'173 Tonnen Futtergetreide übernommen werden. Bei sämtlichen Kulturen konnten die Übernahmemengen z.T. massiv gesteigert werden. So stiegen die Futtersoja-Mengen um ganze 210% und betragen 370 Tonnen. Auch die Körnermais-Ernte hat stark zugenommen und beträgt 14'956 Tonnen, dies sind 55% mehr als im Vorjahr. Bei den anderen Kulturen sind nur kleine Schwankungen zu sehen. Der Anteil an inländischem Futtergetreide liegt bei 81.0%.

Förderung von Körnerleguminosen und Rückbehalt auf sämtlichem Inlandfuttergetreide

Die produzierten Mengen von Eiweisserbsen und Ackerbohnen haben in den letzten Jahren die Versorgung mit einheimischen Proteinträgern deutlich verbessert. Die Entwicklung ist vor allem auf den Anbau von Mischsaaten (Körnerleguminosen/Getreide) zurückzuführen, der sich in der Praxis bewährt hat. Der Anbau von Körnerleguminosen wurde bis anhin von Bio Suisse mit Förderbeiträgen gezielt unterstützt. Mit der Richtlinienverschärfung in der Wiederkäuerfütterung ab 2022 wird der Einsatz der Körnerleguminosen wichtiger. Deswegen wurde an der Richtpreisrunde Futtergetreide 2020 entschieden, Körnerleguminosen weiterhin zu fördern. So werden Lupinen und Futtersoja weiterhin mir CHF 35.-/dt gefördert. Für Eiweisserbsen und Ackerbohnen gilt ein Ausgleichsbetirag von CHF 3.-/dt aus der Leguminosenförderung, so dass der Endpreis für den Produzenten auf dem Niveau des Vorjahres bleibt. 

Der Ausgleichsbeitrag ist vom Prinzip her wie ein Förderbeitrag zu behandeln. Für Ackerbohnen wird keine Förderung mehr ausbezahlt. 

An der Richtpreisrunde 2020 wurde für die Kulturen Körnermais, Gerste, Hafer, Triticale und Futterroggen, bei denen sich eine Vollversorgung abzeichnete, folgendes beschlossen:

  • Vermarktungssperre für Knospe-Importware Gerste, Hafer, Triticale und Futterroggen gültig ab dem 15. Juli 2020
  • Vermarktungssperre für Knospe-Importware Körnermais gültig ab dem 30. Sept. 2020
  • Für Schweizer Umstellware (U1/U2) Körnermais, Gerste, Hafer, Triticale und Futterroggen gibt es für allfällige Deklassierungen einen Rückbehalt zum Niveau des Richtpreises von konventionellem Getreide, angewandt auf Stufe Sammelstelle. Je nach Vermarktungslage wird dem Produzenten die Differenz zum Biorichtpreis zu einem späteren Zeitpunkt ausgezahlt. Die übernehmende Futtermühle vergütet in der Sammelstelle in jedem Fall den Biorichtpreis für die übernommene Menge Bio Futtergetreide. 

Zudem wird auf sämtlichem Inland-Futtergetreide ein Rückbehalt von CHF 1.-/100 kg vom Richtpreis abgezogen. Der Rückbehalt ist zweckgebunden und dient der Produktionsförderung der inländischen Körnerleguminosen. Der Rückbehalt wird von den Sammelstellen eingezogen. Eine Importabschöpfung auf dem Futtergetreide wird auch im Getreidejahr 20/21 nicht erhoben.

Nachfrage Biomischfutter

Durch den Ausbau der Knospe-Eier, -Fleisch und –Milchproduktion stieg in den vergangenen Jahren auch der Bedarf für Bio-Mischfutter. Im Jahr 2019 wurden 84'823 Tonnen Knospe-Mischfutter hergestellt. Dies sind 3.2% mehr als im Vorjahr.

Mengenmässig wird der grösste Anteil des Mischfutters für die Eierproduktion verwendet, gefolgt von der Milch- und Fleischproduktion.

Importmengen Biofuttergetreide gesunken

Im Getreidejahr 2019/2020 wurden 5'401 Tonnen Knospe-Futtergetreide importiert. Die Importmenge ist somit rund 72% tiefer gegenüber dem Vorjahr. Ein Grund dieser Abnahme ist die sehr gute Ernte 2019. Die Schweiz wird dank dem zunehmenden Inlandanteil Biofuttergetreide immer mehr unabhängiger vom Ausland.

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Körnermais und Futterweizen nehmen mengenmässig jeweils den grössten Anteil ein, wobei auch bei diesen eine Abnahme von 69 bzw. 75% zu sehen ist. Bei Triticale ist ein 100%, bei Gerste ein 75%, bei Ackerbohnen ein 83%, bei Eiweisserbsen ein 69% beim Hafer ein 96% Rückgang zu verzeichnen. Auswuchsgetreide wurde nicht eingeführt.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.05.2020

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