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Biofuttergetreide

Inlandangebot Biofuttergetreide

Das inländische Angebot an Futtergetreide ist in den letzten Jahren dank zusätzlich gewonnenen Betrieben und Ackerflächen weiter gestiegen. Trotz unvorteilhaften Wetterbedingungen haben die Ernteerträge die Erwartungen vieler Produzenten übertroffen. Aus der Ernte 2017 konnten 29’070 Tonnen Futtergetreide übernommen werden. Bei sämtlichen Getreidearten konnten die Übernahmemengen z.T. massiv gesteigert werden. Beispielhaft dafür steht der Körnermais, welcher mit 9'120 Tonnen eine 200%ige Steigerung gegenüber dem Vorjahr hatte. In den letzten Jahren hat Bio Suisse immer wieder darauf hingewiesen, dass beim Anbau von Futterhafer, Triticale und Gerste, Zurückhaltung geboten sei. Trotzdem steigerten sich die Erntemengen gegenüber dem Vorjahr beim Futterhafer um 13%, bei Gerste um 53% und bei Triticale gar um 90%. Der Anteil an inländischem Futtergetreide liegt bei 78.43%. Diese Umstände führten zu einer angespannten Situation im Futtergetreidemarkt. Die Mischfutterhersteller erkannten schon früh, dass ein hoher Inlandanteil zu erwarten ist und erhöhten dementsprechend ihre Futtermittelpreise, was sich wiederum bei den Tierhaltern bemerkbar machte. Die Branche geht davon aus, dass sich der hohe Inlandanteil an Schweizer Knospe-Futter in den nächsten Jahren halten wird.

Förderung Körnerleguminosen: Neu für Lupinen und Futtersoja und einmaliger Rückbehalt auf alle Biofuttergetreide

Die produzierten Mengen von Eiweiss-Erbsen und Ackerbohnen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und verbessern so die Versorgung mit einheimischen Proteinträgern deutlich. Die Entwicklung ist vor allem auch auf den Anbau von Mischsaaten (Körnerleguminosen/Getreide) zurückzuführen, der sich in der Praxis bewährt hat. Der Anbau von Körnerleguminosen wrude bis anhin von Bio Suisse mit Förderbeiträgen gezielt unterstützt. Das Ziel, die Erntemengen zu steigern, wurde früher als erwartet erreicht, deshalb wird für die Ernte 2018 auf Ackerbohnen und Eiweiss-Erbsen kein Förderbeitrag mehr ausbezahlt. Die Einnahmen aus der Abschöpfung auf importiertem Futtergetreide sind gesunken und die hohen Erntemengen haben den zweckgebundenen Mitteln für die Förderung von Körnerleguminosen ein hohes Defizit verursacht.

Die Branchenvertreter haben an der Richtpreisrunde beschlossen, dieses mit einem einmaligen Rückbehalt auf sämtlichen Inland-Futtergetreide von CHF 1.-/dt zu sanieren. Dieser Betrag wird vom Richtpreis abgezogen. Im Gegenzug wird die Importabschöpfung auf dem Futtergetreide von CHF 9.-/dt auf CHF 4.-/dt reduziert. Lupine und Futtersoja werde neu mit CHF 20.-/dt anstatt CHF 15.-/dt Förderbeiträgen unterstützt. Futtersoja wurde neu in den Getreidepool aufgenommen und mit einem Richtpreis von CHF 100.-/dt festgelegt (gemäss Reglement (46.0 KB) Förderung Körnerleguminosen). 

Nachfrage Biomischfutter

Durch den Ausbau der Knospe-Eier, -Fleisch und –Milchproduktion stieg in den vergangenen Jahren auch der Bedarf für Bio-Mischfutter. Im Jahr 2017  wurden 77'260 Tonnen Knospe-Mischfutter hergestellt. Dies sind 8.3% mehr als im Vorjahr.

Mengenmässig wird der grösste Anteil des Mischfutters für die Eierproduktion verwendet, gefolgt von der Milch- und Fleischproduktion.

Importmengen Biofuttergetreide gesunken

Im Getreidejahr 2017/2018 wurden 12'464 Tonnen Knospe-Futtergetreide importiert. Die Importmenge ist somit um knapp 35% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Schweiz wird dank dem zunehmenden Inlandanteil Biofuttergetreide immer mehr unabhängig vom Ausland. 

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Wie auch im vorherigen Getreidejahr nehmen Körnermais und Futterweizen mengenmässig jeweils den grössten Anteil ein, wobei auch bei diesen eine Abnahme der Importe von 45 bzw. 20% zu sehen ist. Weiter werden Eiweisserbsen in bedeutenden Mengen importiert. Die übrigen Futtergetreidearten werden nur in kleineren Mengen eingeführt. Bei Triticale ist ein Rückgang von 100%, bei Gerste von 71% und bei Ackerbohnen von 25% festzustellen. Zurückzuführen ist der Rückgang der Importe bei Gerste, Hafer und Triticale auch auf den von der Branche beschlossenen Importstopp, welcher seit 15. Juli 2017 gültig ist. Am 2. Oktober 2018 wurde der Importstopp für Gerste und Triticale aufgehoben. Für Hafer gilt der Importstopp weiterhin.

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 31.10.2018

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