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Biofuttergetreide

Inlandangebot Biofuttergetreide

Das inländische Angebot an Futtergetreide ist in den letzten Jahren dank zusätzlich gewonnenen Betrieben und Ackerflächen weiter gestiegen. Aufgrund der unvorteilhaften Wetterbedingungen haben die Ernteerträge um ca. 2% abgenommen. Aus der Ernte 2018 konnten 28'109 Tonnen Futtergetreide übernommen werden. Bei sämtlichen Getreidearten konnten die Übernahmemengen z.T. massiv gesteigert werden. Zum Beispiel Soja zu Futterzwecken, welches mit 120 Tonnen einen sehr kleinen Teil der Gesamternte ausmacht, aber eine mehr als 100%ige Steigerung gegenüber dem Vorjahr hat. In den letzten Jahren hat Bio Suisse immer wieder darauf hingewiesen, dass beim Anbau von Futterhafer, Triticale und Gerste, Zurückhaltung geboten sei. Deswegen nahmen die Erntemengen bei diesen Kulturen ab. Erstaunlich hoch war die Körnermais-Ernte, trotz dem sehr trockenen Sommer. Um rund 50% hat die Erntemenge bei Eiweisserbsen abgenommen. Bei den anderen Kulturen sind nur kleine Schwankungen zu sehen. Der Anteil an inländischem Futtergetreide liegt bei 68.6%.

Förderung von Lupine und Futtersoja und Rückbehalt sämtlichem Inlandfuttergetreide

Die produzierten Mengen von Eiweisserbsen und Ackerbohnen haben in den letzten Jahren die Versorgung mit einheimischen Proteinträgern deutlich verbessert. Die Entwicklung ist vor allem auf den Anbau von Mischsaaten (Körnerleguminosen/Getreide) zurückzuführen, der sich in der Praxis bewährt hat. Der Anbau von Körnerleguminosen wurde bis anhin von Bio Suisse mit Förderbeiträgen gezielt unterstützt. Mit der Richtlinienverschärfung in der Wiederkäuerfütterung ab 2020 wird der Einsatz der Körnerleguminosen wichtiger. Deswegen hat die Branche entschieden, die Körnerleguminosen weiterhin zu fördern, allerdings nur noch für die gesuchten Lupinen und das Futtersoja. Diese werden neu mit CHF 35.-/dt statt 20.-/dt gefördert. Bei Eiweisserbsen und Ackerbohnen werden grosse Mengen erwartet, weshalb Bio Suisse für diese Körnerleguminosen keine Förderung mehr auszahlt.

Da sich bei Gerste, Hafer und Triticale nahezu eine Vollversorgung abzeichnet, wurden folgende Massnahmen beschlossen: Die Anpassung der Richtpreise an die Erfordernisse des Marktes, eine Vermarktungssperre für Knospe-Importware Gerste, Hafer, Triticale und Futterroggen ab dem 15. Juli 2019, sowie die eingeschränkte Vermarktung von inländischer Umstellware bei Gerste, Hafer, Triticale und Futterroggen ab Ernte 2019 mit einen Rückbehalt auf den Richtpreis. Die Höhe des Rückbehalts resultiert aus der Differenz zwischen konventionellem Preis und Bio-Richtpreis. Der Betrag wird bei einer Überversorgung zur Deklassierung verwendet. Findet keine Deklassierung statt, wird auch Umstellware mit dem vollen Richtpreis vergütet.

Auf sämtlichem Inland-Futtergetreide wird ein Rückbehalt von CHF 1.-/100 kg vom Richtpreis abgezogen. Der Rückbehalt ist zweckgebunden und dient der Produktionsförderung der inländischen Körnerleguminosen. Der Rückbehalt wird von den Sammelstellen eingezogen. Im Gegenzug wird dafür die Importabschöpfung auf dem Futtergetreide von Fr. 4.-/t gestrichen (gemäss Reglement (46.0 KB) Förderung Körnerleguminosen). 

Nachfrage Biomischfutter

Durch den Ausbau der Knospe-Eier, -Fleisch und –Milchproduktion stieg in den vergangenen Jahren auch der Bedarf für Bio-Mischfutter. Im Jahr 2018 wurden 82'194 Tonnen Knospe-Mischfutter hergestellt. Dies sind 6.4% mehr als im Vorjahr.

Mengenmässig wird der grösste Anteil des Mischfutters für die Eierproduktion verwendet, gefolgt von der Milch- und Fleischproduktion.

Importmengen Biofuttergetreide wieder gestiegen

Im Getreidejahr 2018/2019 wurden 19'591 Tonnen Knospe-Futtergetreide importiert. Die Importmenge ist somit um knapp 60% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ein Grund dieser Zunahme ist das trockene Getreidejahr 17/18. 

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Die Importengen sind seit Jahren schwankend. Wie auch in den vorherigen Getreidejahren nehmen Körnermais und Futterweizen mengenmässig jeweils den grössten Anteil ein. Ausser bei Ackerbohnen haben die Importmengen bei allen Kulturen zugenommen. Nach Aufhebung des Importstopps für Hafer, Triticale und Gerste haben die Importmengen dieser Kulturen wieder zugenommen.

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