Goldgelbe Vergilbung der Reben Bioweinbautagung 2017: Spannende Zeiten für Winzerinnen und Winzer 

Film: Die Drohnenwinzer aus dem Wallis

Die Walliser Winzer Mélanie und Florian Besse spritzen die Rebterrassen ihres Familienguts mit einer Drohne. Behandelt wird mit einem Mittel auf Kupfer- und Schwefelbasis gemäss einem biologischen Spritzprogramm.

Mélanie Besse gehört schweizweit zu den ersten Winzern, die mit einer Drohne arbeiten. Sie setzt eine Drohne der Marke DJI ein. Das Modell T16 hat sechs Rotorschrauben, wiegt voll beladen 41 Kilogramm und fliegt auf den Zentimeter genau. Eine Drohne mit 16 Liter Spritztankvolumen braucht vier Minuten für die Behandlung einer Fläche von 1000 bis 1600 Quadratmetern. Dies entspricht einer Hektarleistung von rund 45 Minuten. Zum Vergleich: Ein Helikopter schafft fünf Hektaren in 15 Minuten. Mélanie Besse selbst spritzt 150 Liter Brühe pro Hektare bei durchschnittlich fünf Stundenkilometern. Ein Einzelflug dauert sechs bis acht Minuten.

Vertrieben werden solche Drohnen von Sébastien Micheloud und seiner Firma Digital Roots, Kostenpunkt: 40 000 Franken. Darin enthalten sind nebst der Drohne die Ausbildung sowie Luftbilder des Rebbergs. Sébastien Micheloud bietet zudem unter dem Namen «Agri.Aero» Spritzungen auf Vertragsbasis an (www.agri.aero). Im Sommer 2020 behandelte er mit fünf Drohnen rund hundert Hektaren Reben in den Kantonen Genf, Waadt und Wallis.


Weiterführende Informationen
Reportage im Bioaktuell 7/2020 (Rubrik Magazin Bioaktuell)
Biorebbaubulletin (Rubrik Obstbau)
Biorebbau (Rubrik Pflanzenbau)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite : 29.08.2020

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