Regulierung des Himbeerkäfers Witterungsschutz bei Strauchbeeren 

Regulierung von Rutenkrankheiten bei Himbeeren

In der Praxis wird das Wurzelsterben (Phytophthora fragariae) häufig mit der Rutenkrankheit (diverse Erreger) verwechselt. Sterben nur Trag- und keine Jungruten ab, handelt es sich in der Regel um Rutenkrankheiten. Sterben nebst den Tragruten auch Jungruten ab, handelt es sich eher um das Wurzelsterben. Zweifelsfrei lassen sich die Erreger jedoch nur im Labor bestimmen. 

Didymella applanata ist in der Schweiz wohl eine der wichtigsten Rutenkrankheiten. Zu deren Bekämpfung ist im Bioanbau Kupfer zugelassen (höchstens 2.0 kg metallisches Kupfer pro ha und Jahr). Spritzversuche mit Kupfer sowie Tonerde-Präparaten und Fenchelöl ergaben jedoch keine befriedigende oder keine Wirkung. 

Viel effizienter als Spritzungen war die indirekte Massnahme "Luft in den Bestand bringen". Dazu werden die Strauchstreifen möglichst unkrautfrei gehalten. Eine im frühen Frühjahr ausgebrachte Mist- oder Kompostschicht (je nach Nährstoffbedarf und Druck durch Wurzelsterben) helfen den Beikrautdruck zu reduzieren. Ferner sollten Jungruten bei zirka 20 cm und ein zweites Mal bei zirka 50 cm Höhe auf 8 bis 12 Stück pro Laufmeter ausgedünnt werden. Diese Methode drückte in FiBL-Versuchen den Befallsdruck gegenüber den "unbehandelten" Kontrollparzellen um zwei Drittel.

Für weiterführende Informationen siehe:
Merkblatt Biologischer Anbau von Strauchbeeren 

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 28.10.2007

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