Heublumensaat für traditionelle Wiesenvielfalt

Für die Anlage oder Aufwertung von Blumenwiesen kann man, neben den gängigen Ansaaten mit Handelsmischungen, Schnittgut aus einer artenreichen Wiese übertragen. Ein Film zeigt, wie’s geht.

(08.05.2018) Wichtig bei der Heublumensaat ist, dass die Standorteigenschaften der Spenderwiese und der Empfängerwiese ähnlich sind. Der richtige Zeitpunkt wird von der Reife der gewünschten Arten bestimmt. Die Empfängerwiese wird entweder gepflügt, gestriegelt oder nur kurz gemäht, falls die Wiese eine ursprüngliche Vegetation mit Zeigerarten hat. Nach Ackerkulturen ist aber gründliche Bodenbearbeitung ein Muss.

Das technische Vorgehen der Übertragung hängt hauptsächlich vom Maschinenpark und von der Distanz zwischen beiden Flächen ab. Die Spenderfläche wird am besten früh am Morgen gemäht, damit die Samen dank dem Morgentau am Gras kleben. Das Gras muss dann möglichst schnell auf die Empfängerfläche transportiert, abgeladen und gleichmässig verteilt werden. Am Schluss wird noch gewalzt. Das Gras bleibt auf der Fläche liegen und erhält die Feuchtigkeit. Das ganze Prozedere sollte am selben Morgen abgeschlossen sein.

Diese Methode ist arbeitsmässig etwas aufwändiger und braucht eine gewisse Organisation, aber sie ist billiger als eine Ansaat mit Handelsmischungen. Gelingt die Ansaat, wird auch die neue Blumenwiese eine Augenweide sein und zahlreichen Insekten, Wildbienen und Nützlinge viel Pollen und Nektar bieten.

Weiterführende Informationen

Film: Anlage einer Naturwiese mit der Heublumen-Methode (Rubrik Pflanzenbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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