Wie komme ich zu Bioküken und Biojunghennen? 

Fütterung der Biolegehennen

Knospe-Legehennen erhalten kein Alleinfutter, sondern auch ganze Körner. Die Körnermischung wird über die Streu oder direkt auf den Boden verteilt. Diese Mischung enthält in der Regel 50 Prozent Weizenkörner und 50 Prozent gebrochene Maiskörner mit einem kleinen Zusatz von Sonnenblumenkörnern als Appetitanreger oder Muschelschalen.

Hauptfutter
Beim Einstallen von Junghennen kann es von Vorteil sein, den Tieren während mindestens zehn Tagen ein Vorlegefutter zu verabreichen. Dieses Futter enthält weniger Kalzium, dafür mehr Energie und Protein. Das ist vor allem bei Junghennen wichtig, die noch nicht sofort mit Legen beginnen. Für das Vorlegefutter sollte ein Behälter vorhanden sein, bei dem man das Mehl von Hand auf die Futterkette einleiten kann. Einen solchen Behälter kann man zu erschwinglichem Preis installieren lassen.

Körnergemisch
Beim Einstallen von Junghennen kann es vorkommen, dass die stärkeren Tiere alle Körner wegfressen. So erhalten einerseits die schwachen Tiere zu wenig Körner, die starken Tiere nehmen hingegen zu wenig Aminosäuren, Mineralstoffe und Wirkstoffe auf.

Ruedi Zweifel vom Aviforum gibt für diesen Fall folgende Empfehlung ab:

  • Während der ersten Wochen die Körnergabe stark einschränken (2 bis 3 Gramm pro Tier und Tag)
  • Die Körner am Nachmittag und auf eine grosse Fläche verteilen
  • Die Futterkette vor dem Eindunkeln nochmals einschalten
  • Ist die erste Phase vorbei, kann die Körnergabe erhöht werden bis auf maximal 20 bis 25 Gramm pro Tier und Tag. Diese Menge sollte nicht überschritten werden, sonst fressen die Tiere zu wenig Hauptfutter.

100 Prozent Biofutter seit Anfang 2012
Bis 2011 setzten die Futterhersteller dem Geflügelfutter ein wenig konventionellen Maiskleber zu, um einen genügenden Methioningehalt zu erreichen.
Seit 2012 ersetzen die Hersteller den Maiskleber mit Biokomponenten. Die grossen Schweizer Eierhändler kaufen ab sofort nur noch Bioeier von vollständig mit Biofutter gefütterten Legehennen.
Es laufen Versuche, in denen das neu zusammengesetzte Futter mit dem alten Futter verglichen wird. Die Resultate fallen positiv aus. J.Emmenegger von UFA Herzogenbuchsee: «Da die 100-Prozent-Biofutter weniger konzentriert sind als konventionelles Futter, ist das Management während der Aufzucht und Legeperiode noch anforderungsreicher». Die ersten Rückmeldungen aus der Praxis sind aber positiv. Die 100%-Fütterung ist eine grosse Herausforderung, aber sie ist realisierbar, fasst die Schweizerische Geflügelzeitung in ihrer Nummer 5/12 zusammen.

Weiterführende Informationen
Aviforum
Ruedi Zweifel
Burgerweg 22
3052 Zollikofen
Tel 031 915 35 31
E-Mail
Zeitschrift "Schweizerische Geflügelzeitung"

Autor: Maurice Clerc, FiBL

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 04.06.2012

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