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Jedem Boden sein Getreide Schafft der Triticale den Durchbruch über die Biozüchtung? 

Sortenversuch Biomahlweizen FiBL-Kantone: Ergebnisse

Das FiBL führt in Zusammenarbeit mit den kantonalen Biofachstellen und Agroscope Sortenversuche mit Biomahlweizen durch. An insgesamt acht Standorten wurden auch 2020 acht Weizensorten geprüft.

Die ausgewählten Sorten haben die dreijährigen Exaktversuche  von Agroscope schon durchlaufen, die Standardsorte ist immer «Wiwa». Im Versuch stehen die zwei neuen Sorten «Prim» und «Wital» aus der Getreidezüchtung Peter Kunz und fünf Sorten aus der Züchtung von Agroscope/DSP. Die Standorte sind über das ganze Schweizer Ackerbaugebiet vom Genfersee bis zum Bodensee verteilt. Die Auswertung der Erträge und der Labortests liegen nun vor. Insgesamt zeigte sich ein gutes Bild.

Gute Erträge, durchschnittliche Qualität

Der Durchschnittsertrag über das ganze Versuchsnetz lag 2020 mit 50.9 dt/ha nur leicht unter dem Vorjahreswert. Besonders auffällig war der Standort Montignez im Kanton Jura mit einem sehr hohen Durchschnittsertrag von 68.9 dt/ha. Auf der anderen Seite gab es auch den Standort Suchy im Kanton Waadt mit nur 24.8 dt/ha. Dieser relativ tiefe Ertrag ist auf ein Problem mit Durchwuchs zurückzuführen.

Gegenüber dem Vorjahr haben sich auch die durchschnittlichen Proteinwerte mit 12.6 Prozent nur wenig verändert. Bezüglich Ertrag ist die begrannte Sorte «Montalbano» mit einem mittleren Ertrag von 54.6 dt/ha aufgefallen. Diese Sorte ist nun zwei Jahre geprüft und hat durchschnittlich einen zehn Prozent höheren Ertrag. Aufgrund ihrer guten Anbaueigenschaften und der mittleren Qualität wird sie nächstes Jahr auf die empfohlene Sortenliste Biogetreide aufgenommen.

«Nara» kann auf Parzellen mit wenig Unkrautdruck, genügend Stickstoff und in Kombination mit Untersaaten und Hacken erfolgreich angebaut werden. Ansonsten ist das Anbaurisiko aber zu gross. Die Mehrheit der Fachgruppe Ackerkulturen von Bio Suisse hat entschieden, dass diese Sorte nicht mehr weiterverfolgt wird. Die Sorte «Rosatch» (Züchtung Agroscope/DSP) hatte mit 13.7 Prozent den höchsten Proteingehalt und einen guten Ertrag von 51.2 dt/ha. Sie ist wie «Montalbano» ebenfalls begrannt.  

Die Sorte «Baretta» bildete mit nur 11.4 Prozent Protein das Schlusslicht bei der Qualität. Diese Sorte empfiehlt sich nur für gute Standorte mit genügend Stickstoff. «Prim» aus der Züchtung Peter Kunz hat in den Praxisversuchen die höchsten Feuchtklebergehalte gezeigt. Auch diese Sorte wird aufgrund ihrer guten Anbaueigenschaften nächstes Jahr auf die empfohlene Sortenliste vom FiBL aufgenommen und vermehrt. 

Die Sorte «Wital» aus der Züchtung Peter Kunz ist erst im zweiten Prüfjahr. Sie muss sich noch bewähren. Wie immer sind die hohen Hektolitergewichte der Sorten aus der Züchtung Peter Kunz aufgefallen. Details zu den Versuchen finden sich in der Zusammenfassung im untenstehenden Dokument.

FiBL, Hansueli Dierauer
 

Berichte 2011 - 2020

Weiterführende Informationen
Sortenempfehlungen für die Aussaat 2020 (Ernte 2021) (Rubrik Sorten)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 14.09.2020

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