Alternativen zum Pflug

(14.01.2013) 

Die Klimadiskussion ist in vollem Gange. Die landwirtschaftliche Forschung beschäftigt sich immer mehr mit der Frage, wo auf den Betrieben am meisten CO2, Methan und Lachgas anfallen. Das Wissen in diesem Bereich ist enorm gewachsen. Doch wenn es um die Frage geht, wie Emissionen verhindert und Energie eingespart werden können, wird es plötzlich schwierig. Jeder zeigt dann gerne auf den anderen, der zuerst anfangen soll.

Die Agrochemie forciert als moderne, klimaschonende Anbauweise die Direktsaat mit ein bisschen Roundup, Schneckenmitteln und gezielter Düngung.

Der Biobauer steht in der Klimadiskussion gut da. Er verbraucht keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und kein Ammon Salpeter, dessen Herstellung sehr energieintensiv ist. Trotzdem sollte auch ein Biobauer nicht aufhören, noch besser zu werden und sich überlegen, wo er das System Biolandbau, das einen grossen Spielraum offen lässt, optimieren kann.

Im Bioackerbau wird in der Klimadiskussion sofort der Pflug an den Pranger gestellt. Der Pflug galt immer als Ersatz für die fehlenden Herbizide. Wenn wir weniger pflügen, dann haben wir mehr Probleme mit dem Unkraut. So einfach ist das. Für den Biobauern ist das aber ein Dilemma. Es gilt neue Wege in der Fruchtfolgegestaltung und in der Bodenbearbeitung zu finden, die mit möglichst wenig Input auskommen, gleichzeitig aber die Unkräuter nicht fördern und mindestens den gleichen Ertrag abwerfen.

Einige interessante Wege, welchen das System Biolandbau weiter entwickeln, stehen im Zentrum der Diskussionen der diesjährigen Ackerbautagung.

Bioackerbautagung 18. Januar 2013

Die Bioackerbautagung findet am Freitag, den 18. Januar 2013 am FiBL in Frick statt. Detailinformationen und Anmeldung:

Bioackerbautagung 2013 (Agenda)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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