Bei Bio Weide-Beef auf leichte Mastrassen setzen

(19.06.2014) 

Seit 2014 müssen bei der Bio Weide-Beef Produktion (BWB) die Richtlinien für «graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion» (GMF) eingehalten werden. Dies und der Wunsch der Migros nach leichteren Tieren zwingen uns, die bei BWB eingesetzte Genetik zu überdenken.

Limousin und im Berggebiet auch Angus

Schwere Mastrassen (Charolais, Piemonteser, Blond d’Aquitaine, blaue Belgier) in der Kreuzung mit Milchkühen sollten nicht mehr verwendet werden, da eine Fettabdeckung 3 innerhalb von 300 kg Schlachtgewicht ohne Mais und Kraftfutter praktisch unmöglich ist. Sehr leicht könnten Betriebe mit solchen Rassen aus den GMF und damit BWB Vorgaben herausfallen. Besser eignen sich Limousin und auf Bergbetrieben auch Angus. Das ermöglicht einen Rückgang der Taxation von C-Tieren auf mehr H- und T-Tiere, verursacht weniger Probleme beim Ausmastgrad der Ochsen und führt zurück zur wirklich graslandbasierten Weidemast.

Weiden ist mehr als «Tiere aus dem Stall lassen»

Die Weidesaison war dieses Jahr für das Bio Weide-Beef (BWB) durch die anfängliche Trockenheit, gefolgt von einer Nässeperiode und den momentanen Hitzetagen nicht einfach. Weiden bedeutet mehr als nur die Tiere aus dem Stall lassen. Das Weidesystem ist möglichst an die Betriebsbedingungen und die klimatischen Begebenheiten anzupassen. Bei Hitze wird empfohlen in der Nacht zu weiden. Bei grosser Nässe dürfen die Tiere im Stall und Laufhof bleiben, um Weideschäden vorzubeugen. Im Gesetz und in den Bio Weide-Beef Richtlinien gibt es witterungsbedingten Ausnahmen von der Weidepflicht. Es ist zu empfehlen, die Regenmengen ins Auslaufjournal einzutragen. So hat man bei der Kontrolle eine Handhabe, wenn Laufhof statt Weide akzeptiert werden soll. EM

Weiterführende Informationen

Weidemast (Rubrik Tierhaltung)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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