Bio-Äpfel: Wohin geht die Reise?

Die Nachfrage nach Schweizer Bioäpfeln ist in den Jahren 2018 und 2019 überdurchschnittlich stark gewachsen. Bedenken über ein allfälliges Überangebot wurden somit kurzfristig zerstreut. Wie sich der Markt langfristig verhalten wird, ist schwierig abzuschätzen.

(23.03.2020) 

Noch 2017 fürchteten die Produzentinnen und Produzenten, die Ernte von 3500 Tonnen Bioäpfel liesse sich im Gross- und Detailhandel nicht absetzen. Wer sollte diese Mengen abnehmen? Dann spülte die Rekordernte 2018 sogar über 5500 Tonnen Bioäpfel und -birnen in die Lager. Wieder kamen Fragen auf, die innerhalb der Branche diskutiert wurden. Doch dank eines überproportional starken Nachfragewachstums konnten auch diese Mehrmengen vom Markt aufgenommen werden. Und der Trend hielt an: Der Markt wuchs auch 2019 stark.

Dank der grossen Nachfrage und einer reibungslosen Zusammenarbeit innerhalb der Branche konnte das Schweizer Biokernobst in den letzten zwei Jahren effizient und zu stabilen Produzentenpreisen vermarktet werden. Handel und Produktion arbeiteten dabei Hand in Hand.

Information über Vermarktungspotenzial

Die attraktiven Bedingungen und stabilen Preise lassen auch Angebot und Biokernobstfläche, vor allem bei Äpfeln, stark wachsen. Bei einem Nachfrage-Einbruch oder geringerem Absatzwachstum könnte somit schnell ein Überangebot entstehen. Daraus resultierten in einem möglichen Szenario mittel- bis langfristig tiefere Produzentenpreise.

Grösseren Apfelproduzentinnen und -produzenten, die an einer Umstellung auf die Knospe interessiert sind, rät Bio Suisse dringend an, sich frühzeitig über das Vermarktungspotenzial zu informieren. Ein Austausch mit Bio Suisse und interessierten Abnehmern ist eine wichtige Grundlage dafür. Nur so kann gewährleistet werden, dass dieser Markt auch in Zukunft im Gleichgewicht bleibt.

Samuel Wyssenbach, Bio Suisse

Weitere Informationen
Bioobst (Rubrik Markt)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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