Bio Weide-Beef - ein bewährtes System für die Zukunft

(07.01.2013) 

In der neuen Direktzahlungsverordnung der AP 2014-17 wird ein hoher Tierbesatz pro Betrieb nicht mehr von entscheidender Bedeutung sein. Für die vermehrt flächenorientierten Direktzahlungen ist ein auf Graslandnutzung ausgerichteter Tierbestand von einer Grossvieheinheit (GVE) pro Hektare optimal, denn für graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion werden zusätzliche Flächenbeiträge ausbezahlt. Die Bio Weide-Beef (BWB) Produktion passt also bestens zur neuen Direktzahlungsverordnung. Zudem ist BWB eine effiziente arbeitssparende Tierhaltung vor allem für kleinflächige Betriebe, die einem Nebenerwerb nachgehen.

Für die Haltung ist ein Laufstall (BTS) und die Erfüllung von RAUS+ Voraussetzung. Das + bedeutet nebst Erfüllung der RAUS-Anforderungen zusätzlich jeden Tag mindestens acht Stunden Weidegang (auch Nachtweide ist möglich) und im Winter ein permanent zugänglicher Auslauf.

Die Fütterung basiert auf Raufutter, Weidegras, Silage und Heu. Silomais ist nicht notwendig und Kraftfutter brauchen höchstens die Ochsen ganz am Schluss der Mast. BWB eignet sich deshalb sehr gut für das Berggebiet bis hinauf in die Bergzone IV inklusive Alpung.

Der Verdienst ist vergleichbar mit der Monatspauschale von Aufzuchtrindern und liegt zwischen 90 und 120 Franken pro Tier und Monat. Limousinkreuzungen mit Milchrassen haben sich für das BWB am besten bewährt. Diese sind über Biomilchproduzenten oder bei BWB Händlern erhältlich.

Bio Weide-Beef Kurse

Wer mehr erfahren möchte, kann Mitte Januar einen der beiden Bio Weide-Beef Kurse besuchen:
Dienstag, 15. Januar 2013 in Wegenstetten (Agenda)
Mittwoch, 16. Januar 2013 in Lüterkofen (Agenda)

Weiterführende Informationen

Weidemast (Rubrik Tierhaltung)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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