Bioackerbautagung 2012: Eiweissversorgung und neue Techniken

(23.01.2012) 

Die Bioackerbauern bezahlen jedes Jahr pro Hektare zwanzig Franken in einen Fonds von Bio Suisse ein. Dieses Geld ist zweckgebunden und steht für die Forschung und Entwicklung von Bioackerkulturen zur Verfügung. Über die zu unterstütztenden Projekte bestimmt der Vorstand auf Antrag der Fachkommission Ackerkulturen.
An der diesjährigen Ackerbautagung werden zwei Projekte zur Verbesserung der Eiweissversorgung und eines aus dem Bereich Ölsaaten vorgestellt.

Der tiefe Eigenversorgungsgrad in der Nichtwiederkäuerfütterung ist in der Schweiz ein besonderes Problem und beschäftigt uns schon seit mehreren Jahren. Neue Initiativen wie die Förderung des Mischkulturenanbaus helfen, die Situation etwas zu verbessern. Durch die Biooffensive von Bio Suisse konnte zudem die Bioackerflächen etwas ausgedehnt werden.

Eine andere Möglichkeit ist die Würfelproduktion aus Weissklee oder der Anbau von Körnerleguminosen wie Ackerbohnen, Lupinen und Wicken. Auch die verschiedenen Presskuchen aus Raps, Sonnenblumen und Lein enthalten wertvolle Proteine und Aminosäuren.

Deutschland importiert nur 24 Prozent der Eiweisspflanzen, Österreich ist mit einer Anbaufläche von rund 5000 Hektaren Soja praktisch Selbstversorger. Was machen diese Länder anders?
Auch der Anbau von Zuckerrüben stagniert bei uns seit Jahren auf tiefstem Niveau, während in Österreich bereits 1000 Hektaren Biozuckerrüben angebaut werden.

Weitere Schwerpunkte der diesjährigen Bioackerbautagung sind der sinnvolle Einsatz von neuen Technologien im Bioackerbau wie Kamerasteuerung und GPS. Die Tagung wird durch Praktikerbeiträgen und viele Diskussionen abgerundet.

Details und Anmeldung


Bioackerbautagung vom 2. Februar 2012 (Rubrik Agenda)

Hansueli Dierauer

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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