Wirtschaftlicher Biobeerenanbau mit neuen Anbaumethoden

Frische, biologisch produzierte Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit. Das momentane Angebot vermag besonders bei Sommerhimbeeren und Erdbeeren ausserhalb der Hauptangebotsperiode von Ende Mai bis Mitte Juni die Nachfrage bei weitem nicht befriedigen. Der Beerenanbau insgesamt, aber auch der Bioanbau hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt mit einer höheren Ertragssicherheit und Wirtschaftlichkeit als Folge.

 

(20.11.2017) 

Die drei wichtigsten Erkenntnisse für einen erfolgreichen Bioanbau sind:

  1. Erdbeeren und Himbeeren brauchen während dem Heranreifen einen Witterungs- und Insektenschutz. Damit können Risikofaktoren wie Graufäule, Witterungsschäden (Hagel, Sonnenbrand) aber auch die Gefahr eines Befalls durch die Kirschessigfliege stark reduziert werden.
  2. Der erfolgreiche Himbeeranbau entwickelt sich von der Dauerkultur immer mehr zur Fruchtfolgekultur. Mit einer kurzen Kulturdauer kann die Gefahr von Wurzel- und Rutenkrankheiten reduziert und die Erträge, Fruchtgrösse, Ernteleistung und damit auch die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. Mit einem Anbau in einem Wandertunnel, in dem ausserhalb der Reife- und Ernteperiode andere Kulturen angebaut werden können, erhöht sich die Rentabilität zusätzlich.
  3. Mit dem Einsatz von Terminkulturen, welche beim Biopflanzgutvermehrer vorkultiviert werden, ist ein Erntebeginn 8 bis 9 Wochen nach der Pflanzung möglich. Damit kann die Ernte- und Vermarktungsperiode gezielt gesteuert werden. Den Mehrpreis für das Pflanzgut gilt es durch die kürzere Flächennutzungsdauer und Einsparungen bei der Kulturpflege zu kompensieren. AH

Weiterführende Informationen

Biobeerenanbau (Rubrik Obstbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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