Biojager und Bio-Weide-Beef gesucht

(28.02.2010) 

Seit über zwei Jahren sind Bioschweine sehr gesucht. Entsprechend blieben die Preise auf unverändert hohem Niveau: Fr. 7.20 pro kg Schlachtgewicht gilt das Bioschwein franko Schlachthof, für den 20-kg-Jager erhält der Züchter Fr. 10.80 pro kg Lebendgewicht. Zwar bauten einige Biozüchter ihre Haltungen aus, der Bedarf von Coop und Biometzgern kann aber bei weitem nicht gedeckt werden. Und neu möchte auch Migros mehr Bioschweine einkaufen.

Gesucht sind darum neue Bioschweinezüchter. Für Betriebe mit Labelhaltung ist die Bioumstellung meist weniger aufwändig. Säugende Biosauen geniessen Auslauf in der zweiten Hälfte der sechswöchigen Säugezeit. Angesprochen sind Züchter, für welche die Verwertung der betriebseigenen Hofdünger zu 50 Prozent auf der eigenen Nutzfläche möglich ist.

Verdoppelung beim Bio Weide-Beef

Auch beim Biobankvieh gibt es erfreuliche Neuigkeiten. Coop und die Biometzger verkauften 2009 rund 6'500 Knospe-Natura-Beef – Tendenz der Nachfrage leicht steigend. Beim Biobankvieh, das nicht aus Mutterkuhhaltung stammt, war die Nachfrage jedoch rückläufig. Das ändert sich nun: Migros möchte seinen bisherigen Bezug von 45 Bio-Weide-Beef-Tieren (BWB) auf deren 90 pro Woche verdoppeln.

Wer Laufstallhaltung mit permanent zugänglichem Laufhof und während der Vegetation achtstündigen Weidegang gewähren sowie mindestens T3-Qualität produzieren kann, dem steht dieser Kanal offen. In Frage kommen verschiedene Betriebstypen: Aufzucht und/oder Ausmast von Remonten oder der abgesetzten Kälber, BWB-Produktion in Kombination mit Milchvieh- aber auch mit Mutterkuhhaltung. Die Umstellung auf Bio-Weide-Beef sollten sich auch die Biokälbermäster überlegen, denn Migros wird ab Woche 10 keine Biokälber mehr übernehmen.

Autor: Hans-Georg Kessler

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

Werbung