Biomais: Welches ist die Sorte für meinen Betrieb?

(07.04.2008) 

Dieses Jahr stehen für die 1500 Hekataren Biomais 14 Sorten zur Verfügung. Es sind überwiegend mittelfrühreife Sorten. In den letztjährigen Praxisversuchen konnten die mittelspäten Sorten ihr Potential voll ausnutzen und Spitzenerträge erzielen. Auf dem intensiven Standort Wauwilermoos gab es einen Durchschnittsertrag von 216 dt TS/ha (Dezitonnen Trockensubstanz pro Hektare) und in Oberglatt 200 dt TS/ha. Am Standort Frick waren die Erträge mit 139 dt TS/ha aber unterdurchschnittlich. Die besten Sorten waren über alle drei Standorte die mittelspäten Sorten PR39F58 (Pioneer), Ronaldinio und Gavott (KWS).

Die mittelfrühen Sorten lagen mit mehr als 10 % unter den Werten der mittelspäten Sorten. Auch der Marktleader Amadeo gehört in diese Gruppe. Er hat erstmals eine Schwäche gezeigt. Betrachtet man die Praxisversuche der letzten vier Jahre gesamthaft, zeigt sich, dass man besonders in Grenzlagen mit mittelfrühen Sorten auf der sicheren Seite ist. An günstigen Lagen und in warmen Jahren liefern die mittelspäten Sorten aber wesentlich höhere Erträge. Dort kann man mit einer der oben empfohlenen Sorte einen Spitzenertrag erzielen.

Mit der Aussaat ist abzuwarten bis die Bodentemperatur mindestens 10 °C erreicht hat. Es ist empfehlenswert, die Saatmenge im Bioanbau um 1 Korn/m2 zu erhöhen, vor allem bei etwas scholligem Saatbett und beim Einsatz des Striegels. An verschiedenen Orten konnten letztes Jahr wieder vermehrt Maiszünslerschäden beobachtet werden. Ab 30 % befallener Stängel ist die Bekämpfung mit Trichogramma-Schlupfwespen sinnvoll.

Für weiterführende Informationen:
Sortenliste Ackerkulturen und Futterbau (im FiBL-Shop)
Merkblatt Mais (Im FiBL-Shop. Eine überarbeitete Version steht demnächst zur Verfügung, der genaue Zeitpunkt wird auf dieser Seite bekannt gegeben.)

Hansueli Dierauer
FiBL Beratung
Tel. 062 865 72 65
hansueli.dierauer(at)fibl.org

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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