Biomasttiere richtig einschätzen zahlt sich aus

(23.03.2014) 

Für Bauern ist es nicht immer einfach, die Schlachtqualität und das Gewicht am lebenden Tier richtig einzuschätzen und die Tiere dementsprechend in den richtigen Absatzkanal zu verkaufen. Mitunter geht den Bauern dadurch gutes Geld verloren.

Denn Biotiere, die bei der unabhängigen Taxierung von Proviande die Labelanforderungen nicht erfüllen, erhalten beim Bio Weide-Beef nur den QM-Preis und beim Bio Natura Beef eine reduzierte Labelprämie. Das betrifft leerfleischige Tiere mit der Fleischtaxierung «A» und «X» sowie zu fette oder zu magere Tiere mit einer Fetttaxierung von 1 oder 5. Auch zu schwere Tiere fallen aus dem Label.

Jeder Bauer beeinflusst die Schlachtkörperqualität seiner Tiere mit der Rassenwahl und Fütterung entscheidend. Spezialisierte Mastrassen legen vor allem viel Muskelmasse an, die Fettschicht wird erst sehr spät ausgebildet, besonders bei männlichen Tieren. Daher besteht das Risiko, dass sie den gewünschten Ausmastgrad erst erreichen, wenn sie für ein Label schon zu schwer sind. Kreuzungstiere aus der Milchviehhaltung und Nachkommen von F1-Mutterkühen erreichen die gewünschte Fettabdeckung leichter. Reine Mastrassen und grossrahmige Tiere eignen sich auf Betrieben mit Mais oder energiereichem Grundfutter. Auf Betrieben mit einer weniger günstigen Futtergrundlage ist es empfehlenswerter, auf Kreuzungstiere oder allenfalls auf Angus zu setzen.

Taxierungskurse

In Zusammenarbeit mit Bio Suisse bietet Proviande spezielle Taxierungskurse für Biomäster an. Das Ziel ist, dass die Tierhalter die Schlachtqualität am lebenden Tier besser einschätzen und ihre Fütterungs- und Vermarktungsentscheide entsprechend besser abstützen können.

Interessierte melden sich bei der Geschäftsstelle von Bio Suisse:

E-Mail oder
Tel. 061 204 66 66

Petra Schwinghammer, Bio Suisse

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

Werbung