Schweizer Biorindfleisch wird Mangelware

Neben Verarbeitungsfleisch wird auch Biobankfleisch immer mehr zur Mangelware. Viele Landwirtinnen hätten zwar Interesse an der Biorindfleischproduktion. Die meisten wollen aber eine sichere Preiskalkulation und bevorzugen deshalb die Vertragsaufzucht. Es gibt aber zu wenig Betriebe, die ihre Tiere in die Aufzucht geben. Daher muss auf andere Varianten ausgewichen werden. Diese bergen zwar ein höheres finanzielles Risiko, aber gleichwertige Erträge sind mit Schweren Ochsen, Kuhmast und Bioweiderind möglich.

(06.02.2017) 

Leider werden zu viele abgemolkene Biomilchkühe auf konventionelle Betriebe verkauft und verlieren so den Biostatus. Mit der Ausmast von Kühen, ob Milchvieh oder Mutterkuh, könnte gutes Geld verdient werden. Dabei ist es aber aus ökonomischer und ethischer Sicht von Vorteil, die Kühe während den letzten Lebensmonaten auf dem eigenen Betrieb in bekannter Umgebung zu mästen.

Mit einem Beratungskonzept fördert Bio Suisse mit der Unterstützung des FiBL die Mast von fleischbetonten Milchrasseochsen auf 350 bis 400 Kilo. Besonders auch für ansonsten viehlose Betriebe kann diese Mast interessant sein, sofern noch Stallungen vorhanden sind und die Grundbeiträge ausgelöst werden können. Nicht zuletzt durch die höheren Lebendtiergewichte sind aber meist Anpassungen bei der Infrastruktur notwendig. Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist schlussendlich die dauerhafte Kooperation zwischen Milchproduzent und Mastbetrieb.

Kurs Bioverarbeitungsfleisch am 22. Februar 2017 in Bazenheid SG
Martin Horat und andere Referenten zeigen am FiBL-Kurs, auf was es bei der Produktion von Biorindfleisch ankommt.

Kurs Bioverarbeitungsfleisch (Rurik Agenda)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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