Bioschweinepreise stabil auf hohem Niveau

(23.04.2011) 

In den letzten Jahren haben sich die Schweinepreise auf sehr hohem Niveau stabil gehalten. Die Nachfrage war grösser als das Angebot. Die Neuumstellungen und Aufstockungen waren marginal. Die Bio Suisse suchte neue Betriebe und die Beratung empfahl den Einstieg. Das fruchtete. Anfang 2011 starteten als Neuumsteller einige grosse Zuchtsauenbetriebe und Mäster.

Coop übernimmt auch Schweine von Umstellungsbetrieben

Gleichzeit ist Coop aus der Vertragsproduktion mit Bio Pool AG ausgestiegen und macht nun direkt Abnahmeverträge mit den Händlern. Neu übernimmt Coop auch Umstellschweine zum Biopreis. Coop hat mit seinen vier Händlern, Anicom, ASF, Viegut und Sutter klare Verträge mit festen Zusicherungen. Die Produktion sollte mit den Händlern vertraglich abgesichert werden.

Die Akteure sind gespannt, wie sich der Markt und vor allem der Preis entwickeln werden. Derzeit ist nicht absehbar, wie viele Bioschweine auf den Markt kommen werden. Die Beratung zögert deshalb, die Umstellung bei Schweinehaltungsbetrieben weiter zu forcieren. Andererseits haben die Schweinebetriebe oft auch Ackerbau und dessen Produkte sind im Biolandbau dringend gesucht.

Mastschweine können einfach gehalten werden

Die Haltung von Mastschweinen kann flexibel praktiziert werden. Beispielsweise können Mastschweine im Freiland oder im Sommer in leerstehenden Ställen, wenn die Rinder auf der Alp sind, gehalten werden. Das sind jedoch meist kleinere Tierzahlen. Die Haltung muss trotzdem gut geplant sein, damit der Arbeitsaufwand nicht zu hoch wird.

Zuchtsauen sind anspruchsvoll

Die Zuchtsauenhaltung ist hingegen ein anspruchsvoller Betriebszweig. Ein funktionierender Stall und ein gutes Management sind Voraussetzung für den Erfolg.  Dabei ist nicht unbedingt ein teurer Stall ein guter Stall. Beispielsweise eignet sich Holz hervorragend als Baumaterial, da es günstig und natürlich ist. Die keimreduzierende Wirkung der Holzinhaltsstoffe macht den Vorteil der leicht zu reinigenden Kunststoffplatte wieder wett. Holz atmet und verbessert damit das Stallklima. Angeknabberte Bretter können einfach ersetzt werden und laktierende Sauen mit ausreichender Fütterung neigen seltene zum Knabbern. Lüftungssysteme erübrigen sich bei Stallbauten mit Stosslüftungen. Optimal gebaute Ställe reduzieren Arbeitszeit durch effiziente Arbeitsgänge und erlauben den Schweinen die natürliche Trennung der Liege- und Kotbereiche. Damit wird auch die Voraussetzung für eine gute Tiergesundheit geschaffen.

Weiterführende Informationen:

Schweine in der Rubrik Markt

Schweine in der Rubrik Tierhaltung

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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