Deutlich mehr Schweizer Biofuttergetreide geerntet

(12.12.2011) 

Dank zusätzlicher Biobetriebe und hoher Hektarerträge der Saison 2011 verzeichnet Bio Suisse eine neue Höchstmenge an Futtergetreide. Dadurch steigt der Inlandanteil beim Biofuttergetreide von 26 auf 39 %. Weil zudem die Preise für Importfuttermittel gestiegen sind, müssen die Tierhalter mit höheren Mischfutterpreisen rechnen.

Bio Suisse kann im Jahr 2011 einen neuen Mengenrekord an inländischem Futtergetreide vorweisen. Inklusive Umstellware wurden in der laufenden Saison 9778 t Biofuttergetreide geerntet. Das entspricht einer Steigerung von 55 % (Vorjahr 6294 t). Grund für die massiven Ertragszuwächse sind die zunehmende Anzahl Ackerbau-betonter Biobetriebe in der Westschweiz und im Jura sowie die allgemein hohen Getreideerträge im Jahr 2011. «Diese Entwicklung zeigt, dass die Massnahmen im Rahmen unserer Bio-Offensive greifen», erklärt Daniel Bärtschi, Geschäftsführer von Bio Suisse. Ein starkes Mengenwachstum verzeichnete die Biolandwirtschaft vor allem beim Futterweizen, wo sich die Menge vor allem dank Umstellware mit 2450 t gegenüber dem Vorjahr (776 t) mehr als verdreifacht hat. Auch beim Körnermais hat sich die Menge mit 2004 t gegenüber dem Vorjahr (1051 t) verdoppelt. Die Inlandproduktion hat auch mit 2302 t Gerste (+583 t) und 1315 t Triticale (+535 t) deutlich zugelegt. Erstmals konnten die Produzenten mit 343 t eine beträchtliche Menge Mischsaaten – Gerste und Eiweisserbsen – abliefern.

Steigende Mischfutterpreise zu erwarten

Bereits im Mai hatte die Preisrunde Bio Suisse um 3 Franken höhere Richtpreise für Knospe- Futtergetreidepreise festgelegt und damit Anreize für die künftige Erhöhung der Inlandproduktion gesetzt. Mit der diesjährigen Rekordernte steigt der Inlandanteil beim Knospe-Futtergetreide markant an und beträgt neu 39 % (Vorjahr 26 %). Da zudem im Vergleich zum Vorjahr auch das Preisniveau im Ausland angestiegen ist, haben die Biomischfutterhersteller steigende Mischfutterpreise angekündigt. Keinen direkten Einfluss auf die Mischfutterpreise hat indes das Wechselkursniveau. Der Bund gleicht sinkende Futtergetreide-Importpreise jeweils mit steigenden Zöllen aus (Schwellenpreissystem). Er stützt sich bei seiner Berechnung aber alleine auf die konventionellen Importpreise, so dass sich steigende oder sinkende Preisdifferenzen zwischen biologischem und konventionellem Importfutter direkt auf den Schweizer Handelspreis für Importware auswirken.

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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