DV Bio Suisse beschliesst: Weiterhin kein gesextes Sperma auf Biobetrieben

(12.11.2015) 

Die DV von Bio Suisse hat sich gegen Spermasexing entschieden. Biomilchproduzenten sollen künftig stärker auf die Zweinutzungskuh setzen. Um mehr Nachhaltigkeit ging es auch bei der Verleihung des "Grand Prix Bio Suisse". Der mit 10'000 Franken dotierte Förderpreis geht an die Knospe-Produzenten Iris und Bernhard Hänni aus Noflen BE für die Entwicklung eines pfluglosen Gemüsebausystems. Diese zukunftsweisende Art des Anbaus senkt die Kosten, steigert Boden- und Pflanzengesundheit und reduziert die Bodenerosion.

Die Delegierten von Bio Suisse haben an der Herbst-DV einen Richtungsentscheid getroffen. Der Antrag von Bio Nordwestschweiz, Spermasexing auf Biobetrieben zuzulassen, wurde deutlich abgelehnt. Damit folgten sie dem Vorstand und setzen ein wichtiges Zeichen für die strategische Ausrichtung der Biomilchviehzucht. Bio Suisse vertritt die Haltung, verstärkt auf die Zucht von Zweinutzungsrassen zu setzen. Die männlichen Kälber sind damit besser für die Mast geeignet und die Zucht entspricht eher den Anforderungen einer natürlichen, tiergerechten und auch klimaschonenderen Landwirtschaft.

Die DV verabschiedete zudem das Budget 2016, das um rund 4 Prozent höher liegt als im Vorjahr. Insgesamt will die Organisation im nächsten Jahr rund 14,6 Millionen Franken in die Weiterentwicklung des Biolandbaus und der Biomärkte investieren. Dabei sollen auch die regionalen Mitgliedorganisationen (MO) eine wichtigere Rolle spielen. Die direkten Beiträge an die MOs wurden verdoppelt.

Medienmitteilungen (Webseite Bio Suisse)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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