Für Bioäpfel sind keine Importe notwendig

(02.12.2011) 

Bio Suisse weist darauf hin, dass alle Importe von Kernobstprodukten, die mit der Knospe vermarktet werden sollen, per Einzelbewilligung durch Bio Suisse genehmigt werden müssen. Importbewilligungen werden lediglich dann erteilt, wenn die ungenügende Verfügbarkeit des Schweizer Rohstoffes eindeutig nachweisbar ist.

Die optimalen Wachstumsbedingungen haben dieses Jahr zu aussergewöhnlichen Ernten bei Beeren, Steinobst, Kernobst, Gemüse und Kartoffeln geführt. Die Übermengen haben die Produzenten durch eine restriktive Ernte vermindert und nur beste Qualität eingelagert. Beim Kernobst wurde ein gewichtiger Anteil zu Apfelmus, Dörrobst und Obstsaft verarbeitet. Die Versorgungslage ist hervorragend, weiterer Bedarf an verarbeiteten Früchten kann ohne Probleme gedeckt werden. Importe sind deshalb nicht notwendig.

Mit Sorge stellte Bio Suisse in den letzten Jahren fest, dass die Obstverarbeitung zunehmend ins Ausland abwanderte – hauptsächlich nach Italien und Osteuropa. Dies ist auf Kostenvorteile des Auslandes gegenüber der schweizerischen Produktion und Verarbeitung zurückzuführen. Die Authentizität der Knospe-Produkte basiert indes auf möglichst hohen Inlandanteilen. Und nicht zuletzt erwarten die Konsumenten auch aus ökologischen Gründen Regionalität in der Produktion und der Verarbeitung.

Bio Suisse hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, in Zusammenarbeit mit Verarbeitern, Gross- und Detailhändlern die inländische Produktion und Verarbeitung zu fördern. Ziel ist die kontinuierliche Steigerung des Inlandanteils auch in Verarbeitungsprodukten. Um dies zu erreichen, sucht Bio Suisse regelmässig den Austausch mit allen Mitgliedern der Wertschöpfungskette. Solche Rundtischgespräche sind neben regelmässigen  Marktinformationen unabdingbar. Swissness muss sich für alle lohnen.

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Früchte (Rubrik Markt)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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