Gefragtes Biomostobst: Langfristig fehlen Birnen

(19.05.2011) 

Der Bedarf an Biobirnen steigt – unter anderem weil alternative Süssmittel gesucht sind. Der Anbau hingegen stockt. Darum sind langfristig Biobirnen gesucht.
Die Nachfrage nach Biomostobst wächst. Neben dem steigenden Konsum von Biosüssmost besteht ein guter Markt für Verarbeitungsprodukte der Backindustrie, für Birnendicksaft als alternatives Süssmittel oder zur Gewinnung natürlicher Aromen. Momentan ist der Markt ausgeglichen, aber mittel- bis langfristig werden nicht genügend Mostbirnen aus biologischem Anbau verfügbar sein. Woran liegt das? Während im Anbau für Mostäpfel bereits gute Erfahrungen und eine Sortenliste vom Forschungsinstitut für Biolandbau vorliegen, werden für Mostbirnen erst noch geeignete Sorten gesucht. Die Produktion wächst also nicht gleich stark wie der Bedarf.

Neben dem Feuerbrand ist der «Birnenverfall» die Herausforderung im Pflanzenschutz. Zudem liegt der Preis für Mostbirnen traditionell tiefer als für Mostäpfel und intensive Mostobstanlagen sind im Bioanbau noch kaum vorhanden. Allein der Hochstammanbau ist aufgrund der Beiträge interessant. Das Marktpotenzial von Biomostobst wird also eher mittel- bis langfristig voll zur Geltung kommen können.

Erfahrungsaustausch Biohochstammobstbau

Am 30. Mai 2011 befasst sich die Biohochstammgruppe in Schönholzerswilen TG mit aktuellen Fragen der Mostobstproduktion und besichtigt eine Biohochstammanlage mit 150 Bäumen. Alle Interessierten sind zu dieser Veranstaltung eingeladen.
Erfahrungsaustausch Biohochstammobstbau (Agenda)

Weiterführende Informationen

Preise Biomostobst (Rubrik Markt)

Marktsituation Biomostobst (Rubrik Markt)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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