Den Grund für gute Kartoffeln schaffen

In etwa einem Monat werden die meisten Kartoffeln gepflanzt, zuvor steht jedoch die Pflanzbettbereitung an. Oft ist man sich nicht bewusst, wie viel Ertragspotenzial man bei dieser bereits verspielen kann.

(02.03.2020) 

Zwei Hauptziele müssen vor dem Kartoffelanbau angestrebt werden: erstens für den Dammaufbau möglichst lockere, krümelige, gut siebbare Erde in den obersten rund 15cm des Bodens, die ein optimales Wachstum des Knollennests, einen guten Feuchtehaushalt und gute Rodebedingungen bietet. Zweitens ein verdichtungsfreier, tragfähiger Unterboden mit gleichmässiger Struktur, der den feinen Kartoffelwurzeln das Durchwurzeln bis in tiefe Schichten ermöglicht. Gerade in trockenen Sommern wie in vergangenen Jahren macht es sich bezahlt, wenn die Kartoffel Wasser auch in tieferen Schichten erschliessen kann. Zudem werden der Pflanze mehr wichtige Nährstoffe wie Kalium und Phosphor zugänglich.

Die Spatenprobe zeigt, ob der Boden genug tief abgetrocknet ist und wo allenfalls Verdichtungen vorhanden sind, die gelockert werden müssen. Die nötigen Massnahmen lassen sich je nach der Bodenschwere ableiten. Der Pflug ist keine zwingende Massnahme zur Grundbodenbearbeitung, es kann auch mit Grubber oder Spatenmaschine gehen. Um eine gute Krümelstruktur zu erhalten, sollte defensiv mit zapfwellengetriebenen Geräten gearbeitet werden: Der Oberboden leichter Böden kann mit gezogenen Geräten wie Grubber und Federzinkenegge bereits ausreichend gelockert werden. Auf schwereren Böden ist der Zinkenrotor weniger anfällig auf Schmierschichtbildung als die Kreiselegge.

Tobias Gelencsér, FiBL

Biokartoffeltagung 2020 
Die Tagung findet am 10. März in Uettligen BE statt. Anmeldefrist: 9. März
Zur Ausschreibung und Anmeldung (Agenda)

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Biokartoffeln (Rubrik)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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