Gute Preise für Knospe-Futtergetreide

(26.06.2009) 

Knospe-Futtergetreide ist gefragt und die Produktion soll soweit als möglich in der Schweiz bleiben. Die Preise konnten in den Verhandlungen zwischen Produzenten und den Futtermühlen gehalten werden. Bei den Körnerleguminosen vermag der stark steigende Produzentenpreis die wegfallenden Direktzahlungen auszugleichen. Dank der Koordination durch den Bio Suisse Biofuttergetreidepool konnten sämtliche Mischfutterhersteller mit denselben inländischen Futtergetreideanteilen versorgt werden. Das Angebot ist gleich geblieben, die Nachfrage nach Knospe-Mischfutter ist nicht zuletzt aufgrund der neuen 100-Prozent-Biofütterungsregelung gestiegen.

Konstante Preise motivieren bestehende Knospe-Produzenten und sollen den einen oder anderen Landwirten dazu bewegen, auf Biolandbau umzusteigen. So beträgt neu beim Futterweizen die Differenz zwischen Bio und Konventionell Fr. 44.- (80.- zu 36.-) und bei der Gerste Fr. 43.50 (77.50 zu 34.50). Die Fläche der Ackerbohnen und Eiweisserbsen ist nach wie vor bescheiden. Ab 2009 wurden die Direktzahlungen für diese Kulturen gekürzt, was für Produzenten eine Einbusse von Fr. 500.- pro Hektare bedeutet. Aus diesen Gründen haben die Vertreter an den Preisverhandlungen beschlossen, die Preise bei den Ackerbohnen und Eiweisserbsen um Fr. 15.- pro 100 Kilo anzuheben. Damit soll ein Signal gesetzt und die tiefe Versorgung mit Proteinen in der Schweiz erhöht werden.

Auch die Nachfrage nach Brotgetreide mit der Knospe ist hoch. Die tiefen Weltmarktpreise sowie die Senkung des Getreidezolls und des Mehlzolls auf den 1. Juli beziehungsweise 1. Oktober setzen nicht nur die Müller, sondern auch die Bioproduzenten unter Druck. Weil ihre Preisvorstellungen zu weit auseinander lagen, konnten vorerst keine Richtpreise festgelegt worden, die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Übernahmebedingungen 2009 für Bio-Futtergetreide (PDF, ??? KB)
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Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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