Hirse und Lein: Biofarm sucht Bioproduzenten

(13.10.2008) 

Der Anbau von Rispenhirse war bei uns bis vor 200 Jahren weit verbreitet. Vielversprechende Neuzüchtungen erlauben es, die Vorteile dieser Kultur voll zu nutzen. Eine kurze Vegetationszeit von 100 Tagen macht es möglich, vor der Saat und nach der Ernte eine andere Kultur anzubauen. Die Hirse überträgt keine Fusskrankheiten, so dass sich mit ihr die Fruchtfolge auflockern lässt. Die langsame Jugendentwicklung stellt jedoch hohe Ansprüche an die Unkrautregulierung. 2008 haben 15 Landwirte rund 20 Hektaren angebaut. Die Anbaufläche kann weiter ausgedehnt werden.

Der Sommerlein ist mit seinen geringen Nährstoffansprüchen und seiner kurzen Vegetationszeit von rund 120 Tagen eine wertvolle Pflanze. Er ist mit keiner anderen, bei uns angebauten Acker-Kultur verwandt und trägt zu einer vielfältigen Fruchtfolge bei. Besondere Sorgfalt und je nach Situation viel Arbeitsaufwand braucht es für die Unkrautregulierung. Mit seinen blauen Blüten bereichert er das Landschaftsbild. Zehn bis fünfzehn Dezitonnen Leinsamen werden pro Hektare geerntet. Die Nachfrage nach dem feinen, kaltgepressten Speiseöl ist so gross, dass die Biofarm für 2009 eine Zielfläche von zwanzig Hektaren anstrebt.

Für beide Kulturen werden weitere couragierte Produzenten gesucht. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich am Arbeitstreffen vom 10. Dezember 2008 über die Erfahrungen bisheriger Hirse- und Leinproduzenten zu informieren.

Franziska Schärer (Biofarm) und Clay Humphrys (ART)

Arbeitstreffen Hirse und Lein 10. Dezember 2008
Anbauempfehlungen für Biohirse

Interessierte Bioproduzenten melden sich bei:
Franziska Schärer, Tel. 062 957 80 53 oder
Niklaus Steiner, Tel. 062 957 80 52

Biofarm Genossenschaft
beim Bahnhof
4936 Kleindietwil

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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