Integratives Blackenstechen für Asylbewerber

(20.08.2016) 

Die Blacke ist eines der grössten Problemunkräuter im Biolandbau. Und deswegen auch eines der wichtigsten Umstellungshindernisse für potentielle Biobetriebe. Denn um diese Pflanze ohne Herbizide loszuwerden, ist Blackenstechen von Hand nötig. Dies ist oft gefürchtet, da der Arbeitsaufwand bei hohem Blackendruck während Jahren enorm hoch ist.

Darum setzt sich die FiBL-Beratung im Kanton Luzern für ein Beschäftigungsprogramm mit Asylbewerbern ein. Sinn der Sache ist nicht nur die Blackenbekämpfung, sondern auch der integrative Aspekt. Hier könnten Asylbewerber ihre sprachlichen, kulturellen und arbeitstechnischen Kompetenzen ausbauen. Bei der gemeinsamen Arbeit auf Bauernhöfen ergeben sich Begegnungen und Austausch, welche für ein besseres Ankommen in der neuen Welt wertvoll sein können.

Die Trägerschaft des Pilotprojekts inklusive Finanzierung und Logistik werden derzeit noch abgeklärt. Das Interesse als Versuchsbetrieb (bio und konventionell) teilzunehmen sowie konstruktive Überlegungen, welche zum Gelingen beitragen, können gerne an Stefan Schürmann (siehe Kasten rechts) gemeldet werden. Ein paralleles Projekt für die Bekämpfung von Problempflanzen im Sömmerungsgebiet ist am FiBL ebenfalls im Aufbau. Interessenten melden sich bei Franz Steiner (siehe Kasten rechts).

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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