Kartoffelfelder auf Krautfäule kontrollieren

(19.05.2014) 

Im Kanton Thurgau ist bei den Kartoffeln bereits vor einer Woche ein Primärherd mit Krautfäule gemeldet worden. Die Vegetation hat zwar immer noch drei Wochen Vorsprung auf das letzte Jahr, aber die Temperaturen bisher eher tief. Und die Ausbreitung der Krautfäule erfolgt erst bei feucht- warmen Temperaturen um die 20 Grad Celsius am Tag und 12 Grad in der Nacht. Solche Temperaturen sind in den nächsten Tagen zu erwarten.

Nach der langen Regenperiode gilt es jetzt die eigenen Bestände sorgfältig zu kontrollieren und vor allem Primärherde zu melden. Wenn im Umkreis von 20 Kilometern ein Befall auftritt, muss vor allem bei den anfälligen Sorten mit der ersten Behandlung mit 200 Gramm Reinkupfer pro Hektare begonnen werden.

Die ersten befallenen Blätter sind nicht einfach zu entdecken. Auf der Blattoberseite bilden sich grosse grau-braune oder dunkelbraune Flecken mit gelbgrünem Rand. Die öligen Flecken haben eine unscharfe Abgrenzung zum gesunden Gewebe. Auf der Blattunterseite ist im grünen Gewebe ein weisser Schimmelrasen zu erkennen. Werden solche Blätter im eigenen oder im Nachbarfeld festgestellt, ist die einzig wirksame Methode die grosszügige, mechanische Entfernung des Krautes und eine Spritzung mit der erhöhten Menge von 800 Gramm Reinkupfer pro Hektare.

Je nach Blattzuwachs und Niederschlagsmenge muss die Behandlung spätestens nach sieben Tagen oder nach 30 Millimeter Niederschlag wiederholt werden. Der Ertragszuwachs ist ausser bei den Frühkartoffeln noch lange nicht abgeschlossen. Daher ist es wichtig, die Blätter so lange wie möglich zu schützen und sie gesund über die kritische Zeit zu bringen. hud

Weiterführende Informationen

PhytoPRE (externe Webseite)

Behandlungsempfehlungen gegen Kartoffelkrautfäule (Rubrik Ackerbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

Werbung