Letzte Behandlungsmöglichkeiten im Bioobstbau

(30.08.2010) 

Aufgrund der ungünstigen Witterung im Mai und Juni ist in diesem Jahr auch auf Biobetrieben mit einem unterdurchschnittlichen Obstertrag zu rechnen. Umso wichtiger ist es eine optimale Qualität zu sichern. Noch besteht  bei Lagersorten die Gelegenheit die Fruchtgesundheit positiv zu beeinflussen.

Lentizellenfäulnis
Die nun zunehmend feuchter werdende Witterung mit Taubildung begünstigt Infektionen mit  Lentizellenfäulnis (Gloeosporium) sowie Regenfleckenkrankheit. Gegen Lentizellenfäule steht mit der Warmwasserbehandlung nach der Ernte ein wirksames Verfahren zur Verminderung der Ausbreitung im Lager zur Verfügung. Ein Frühbefall, noch in der Anlage, lässt sich aber bei anfälligen Sorten wie Topaz und Pinova  nur durch den Einsatz des Tonerdepräparates  Myco-Sin (8 kg/ha) bis 3 Wochen vor der Ernte reduzieren.

Regenflecken und Spätschorfbefall
Die letzten Behandlungen vor der Ernte sind auch die wichtigsten gegen die Regenfleckenkrankheit. Armicarb ist der Kokosseife vorzuziehen aufgrund der besseren Wirkung, der Zusatzwirkung gegen Spätschorfbefall sowie der kurzen Wartefrist von 8 Tagen. Mit Armicarb kann bei sehr starkem Befallsdruck auch nach dem ersten Erntedurchgang bei Einhaltung der Wartefrist nochmals behandelt werden. Frühsorten brauchen nicht mehr behandelt zu werden.

Stippe, Fleischbräune, Apfelwickler
Bei auf Stippe oder Fleischbräune anfälligen Sorten und  bei geringem Behang kann bis zwei Wochen vor der Ernte Kalzium eingesetzt werden. Eine weitere Apfelwicklerregulierung mit Granuloseviren ist nur noch in frühen bis mittleren Lagen und bei starker Flugaktivität angezeigt.

Bioobstbauringveranstaltung am 1. September 2010

Eine umfassende Orientierungsmöglichkeit zu diesen und weiteren Themen besteht anlässlich der Bioobstbauveranstaltung in Mettmenstetten.

Bioobstbauringveranstaltung (Rubrik Agenda auf dieser Webseite)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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