Mischkulturen aus Erbse und Gerste bewähren sich

(20.09.2011) 

Die Mischkulturen haben sich vor allem in den viehschwachen Regionen der Westschweiz bewährt und werden weiter ausgedehnt. Dieses Jahr konnten gute Erträge mit hohen Anteilen an Erbsen erzielt werden. Die Frühjahrssaaten sind für höhere Lagen empfohlen. In tiefen Lagen haben sie in diesem Jahr schlecht abgeschnitten. Die Blühphase der Eiweisserbsen fiel in die erste lange Trockenperiode. Die Wintersaaten konnten hingegen noch vor der Trockenheit abblühen und hatten genügend Feuchtigkeit. Sie brachten Erträge von 40 und mehr Kilo pro Are mit einem hohen Anteil an Erbsen von 50 oder mehr Prozent. Dieser Anteil ist entscheidend und wird mit dem Verzicht auf eine Stickstoffdüngung gefördert. Der Anteil Erbsen muss vor der Ernte auch wegen der Anbauprämie mindestens 50 Prozent betragen.

Die Aussaat erfolgt bis Mitte Oktober mit einer normalen Getreidesämaschine oder einem Krummenacher Sägerät. Bei den Erbsen genügen 80 Prozent der normalen Saatmenge und bei der Gerste 40 Prozent. Eine weitere Reduktion auf 20 Prozent ist wegen der Standfestigkeit nicht empfohlen.

Die Sortenauswahl ist eingeschränkt:

  • Gerste
    Es empfiehlt sich die Wintersorte Caravan, da diese etwas kürzer ist und die Eiweisserbse somit mehr Licht bekommt. Fridericus ist etwas standfester, dafür auch langstrohiger.
  • Eiweisserbse
    Momentan ist nur noch die Sorte Enduro verfügbar. Biosaatgut ist knapp, rechtzeitig zum Saattermin soll aber noch Bioware aus Frankreich eintreffen. Wer kein Biosaatgut findet, muss vor der Saat bei der Saatgutstelle des FiBL eine Ausnahmebewilligung beangtragen.

Weiterführende Informationen

Ausnahmegesuche (Saatgutstelle des FiBL; Rubrik Pflanzenbau)

Körnerleguminosen (Rubrik Pflanzenbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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