Resistente Rebsorten werden immer wichtiger

(17.02.2010) 

Der Biorebbau in der Schweiz wurde in den letzten 10 Jahren stark ausgedehnt auf mittlerweile zirka 300 Hektaren. Auch beim Sortiment gab es grosse Veränderungen. Längst zieren nebst den klassischen, aber wegen der Krankheitsanfälligkeit schwierig zu produzierenden Europäersorten wie Blauburgunder und Chasselas so klangvolle Namen wie Solaris oder Cabernet Jura die Angebotsliste der Biowinzer.

Mit solchen pilzwiderstandsfähigen Sorten (Piwi) kann der Pflanzenschutzaufwand stark reduziert werden. Zudem verbessert sich die Ertragssicherheit und es können trotzdem sensorisch hervorragende Weine produziert werden. Ob sortenrein ausgebaut oder zu harmonischen Cuvées gemischt, bereichern Weine von Piwi-Sorten das Angebot und überzeugen zunehmend Fachleute bei Degustationen und Konsumenten beim genussvollen Trinken. Die pilzwiderstandsfähigen Sorten haben auf den Biorebbaubetrieben in der Deutschschweiz in kurzer Zeit einen Anteil von zirka 20 Prozent erobert. Die Züchtungsinstitute, die Sortenprüfung und initiative Biowinzer arbeiten mit viel Dynamik an der Weiterentwicklung des Piwi-Sortimentes.

Neben dem Kennenlernen der Eigenschaften im Anbau interessiert hauptsächlich die Frage, wie aus den ökologischen produzierten Trauben der bestmögliche Wein gewonnen werden kann. An der kommenden Bioweinbautagung vom 3. März 2010 in Olten werden erfolgreiche Weine aus Piwi-Sorten degustiert und diskutiert. Zum Jahr der Biodiversität werden neue, innovative Ansätze zur weiteren Ökologisierung des Rebbaus gezeigt und Entwicklungen beim Pflanzenschutz, auf dem Markt und in der Weinbereitung präsentiert.

Autor: Andreas Häseli, FiBL Frick

Bioweinbautagung vom 3. März 2010 (Agenda auf dieser Webseite)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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