RIMpro - ein hilfreiches Modell zur Schorfregulierung

(28.03.2013) 

Mit dem bevorstehenden Austrieb muss beim Kernobst auch mit ersten Schorfinfektionen durch die an den Trieben überwinternden Konidiensporen gerechnet werden. Weitaus wichtiger für die Entwicklung der gefährlichsten Krankheit im Obstbau sind aber die im Falllaub überwinternden Ascosporen. Sie treten kurz nach dem Austrieb erstmals auf und können über das stufenweise Heranreifen während mehrerer Wochen bis ungefähr Ende Mai immer wieder neue Infektionen auslösen. Um keine gravierenden Ertrags- und Qualitätsausfälle zu riskieren gilt es, bis Ende der Ascosporensaison der Schorfregulierung besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Damit eine Schorfinfektion ausbricht, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es braucht reife Ascosporen, die bei entsprechenden Licht- und Temperaturbedingungen ausgestossen werden und mit dem Wind auf die Pflanze gelangen.
  • Um auf der Pflanze Infektionen auszulösen, muss eine je nach Temperatur unterschiedlich lange Blattnässeperiode vorhanden sein.

Seit einigen Jahren gibt es gut entwickelte Programme wie RIMpro, welche graphisch anschaulich darstellen, ob und wann und in welcher Stärke Infektionsbedingungen erreicht sind. Das RIMpro Modell für sechs Referenzstandorte kann über bioaktuell.ch eingesehen werden. Vermittelt wird die aktuelle Infektionsgefahr, ergänzt mit einer Situationsanalyse und Behandlungsempfehlungen durch das FiBL.

RIMpro ist für Profiobstbauern eine unentbehrliche Hilfe bei der Einschätzung der Schorfsituation. Aber auch Betrieben mit Hochstammbäumen oder schorfresistenten Sorten bei denen es gilt, durch eine optimale Terminierung eines minimalen Pflanzenschutzes den Schorfbefall in Grenzen zu halten beziehungsweise einen Schorfdurchbruch zu verhindern, leistet RIMpro gute Dienste.

Schorfprognose mit RIMpro (Rubrik Obstbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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