Sonderzuschlag für Biozuckerrüben

(29.09.2008) 

Die Nachfrage nach Biozucker entwickelt sich erfreulich. Deshalb wollen die Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld AG (ZAF) die Produktionsmenge von heute 2'000 Tonnen um 500 Tonnen erhöhen. Dazu wird eine totale Anbaufläche von rund 500 Hektaren Biozuckerrüben benötigt.

Da die Erhöhung des Flächenbeitrages von derzeit 850 auf 1'900 Franken pro Hektare den Preisrückgang nicht zu kompensieren vermag, wird auf den Biozuckerrübenpreis zusätzlich ein Sonderzuschlag von 1.50 Franken je hundert Kilogramm bezahlt. So kann für 2009 mit einem durchschnittlichen Biozuckerrübenerlös (inklusive Beiträge und Prämien) von 18.50 Franken je hundert Kilogramm gerechnet werden, was den ursprüngliche Preissenkung vollumfänglich kompensiert.

Für den Anbau bieten Parzellen mit Getreide als Vorfrucht ideale Bedingungen. Als Zwischenkultur soll eine nicht winterharte Gründüngung heranwachsen. Geeignete Gründüngungen sind Phacelia-Reinsaaten, Leguminosen-Phacelia-Gemenge, Wicken-Gemenge und Senf (sofern keine Kreuzblütler wie Raps in der Fruchtfolge stehen). Bedingt geeignet ist Kleegras als Vorfrucht. Bei mehr als zwei Hauptnutzungsjahren von Kleegras ist das Befallsrisiko durch Drahtwürmer, Erdschnaken, Schnecken und Engerlinge erhöht. Parzellen mit Mais als Vorfrucht sind nur zu empfehlen, sofern die Ernte bei trockenen Bodenverhältnissen erfolgte. Saure Böden (unter pH-Wert 6.5) müssen aufgekalkt werden, da sich Wurzelbrandpilze in sauren Böden viel stärker entwickeln.

Interessenten für einen Biozuckerrübenanbauvertrag können sich bei Fritz Blaser (Tel. 032 391 62 35) melden.

Daniel Böhler
FiBL Beratung
Tel. 056 243 18 37
baniel.boehler(at)fibl.org

Für weiterführende Informationen:
Zuckerrüben
Merkblatt Biozuckerrüben (im FiBL-Shop)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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