Weiteres Signal für mehr Schweizer Bioackerbau

(06.02.2012) 

Bio Suisse begrüsst die Botschaft zur Agrarpolitik 2014-17 und den vorgesehenen Systemwechsel hin zu mehr Leistungsorientierung. Die geplante Erhöhung der Beiträge für den Bioackerbau stärkt die Massnahmen der Branche für eine höhere Inlandversorgung mit Biogetreide. Es fehlt dem Bundesrat jedoch an Entschlossenheit beim Bekenntnis zu einer nachhaltigen Produktion.

Bio Suisse begrüsst den vom Bundesrat mit der Botschaft zur Agrarpolitik 2014-17 vorgeschlagenen Systemwechsel hin zu mehr Leistungsorientierung. Mit der geplanten leichten Erhöhung der Direktzahlungen für Bioackerbau und Biospezialkulturen sowie der Einführung von Beiträgen für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion macht der Bundesrat zwei kleine, notwendige Schritte hin zu einer nachhaltigen Produktion. Die Massnahmen von Bio Suisse und der Biobranche für eine höhere Inlandversorgung mit Biogetreide, für die Reduktion des Kraftfuttereinsatzes in der Milch- und Fleischproduktion und für eine stärkere Schweizer Bioobstproduktion erhalten damit wertvolle Schubkraft.

Nach wie vor will der Bundesrat jedoch rund zwei Drittel der Direktzahlungen nach dem Giesskannenprinzip verteilen. Und die vom Bund festgelegten «Umweltziele Landwirtschaft» liegen gemäss Botschaft auch 2017 noch in weiter Ferne. Um wirkliche Entschlossenheit zu beweisen, müsste das Parlament den Weg einer nachhaltig produzierenden Landwirtschaft konsequenter beschreiten und leistungsbezogene Bereiche wie Produktionssysteme, Ressourceneffizienz, Tierwohl, Biodiversität sowie Landschaftsqualität stärker fördern.

Bio Suisse fordert weiterhin die Verdoppelung aller Bioflächenbeiträge sowie einen Aktionsplan für den Biolandbau, der die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Produktion in der Schweiz umfassend verbessert. Inlandproduktion ist mehr denn je gefragt. Hierzu sind die Biobauern auf Instrumente angewiesen, um marktgerecht und mit mehr Wertschöpfung produzieren zu können. So besteht beispielsweise Handlungsbedarf in Forschung und Beratung für die Produktion von ökologischem Schweizer Rapsöl oder für die Züchtung von Geflügel, das sich für nachhaltige Produktionssysteme besser eignet als herkömmliche konventionelle Rassen.

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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