Kohlarten: Einschränkung bei der Sortenwahl ab 1. Januar 2019

Die Verwendung von Sorten, die mittels Zellfusion (CMS) pollensteril gezüchtet worden sind, wird für Bio Suisse Betriebe ab dem 1.1.2019 eingeschränkt. Ausser bei Blumenkohl (inkl. Farbige), Brokkoli, Weisskohl und Wirz sowie Chicorée dürfen Bio-Suisse-Betriebe keine Sorten mehr verwenden, bei denen Zellfusion zur Übertragung der Pollensterilität (CMS) eingesetzt wurde. Diese Technik wurde aktuell nur bei Kohlarten und Chicorée eingesetzt.

(22.10.2018) 

In einem vierjährigen Projekt von Bio Suisse wurden bei allen betroffenen Gemüsearten die möglichen Alternativen getestet, sowie das Gespräch mit den entscheidenden Akteuren gesucht. Aus den Ergebnissen wurde ein Weisungsvorschlag formuliert, der nach der abgelaufenen Inkraftsetzungsfrist nun auf 1.1.2019 in Kraft tritt.

Zur Kontrolle der neuen Vorschrift gibt es seit Mai 2018 die Positivliste für zellfusionsfreie Kohlarten und Chicorée, die nun in Zusammenarbeit mit Bioland, Demeter, Naturland, Bio Austria und dem Bundesverband für Naturkost Naturwaren (BNN) überarbeitet wurde.
Für Bio-Suisse-Betriebe ist die Liste (mit Ausnahme von Blumenkohl, Brokkoli, Weisskohl, Wirz und Chicorée) verbindlich.

Für Demeterbetriebe gilt das Verbot von Zellfusionssorten bereits seit einigen Jahren. Bei Demeter sind alle Kohlarten und Chicorée aus Zellfusion verboten.

Die neun Seite umfassende Positivliste kann gratis aus dem FiBL-Shop heruntergeladen werden:

Positivliste «Zellfusionsfreie Sorten im Gemüsebau» (FiBL-Shop)

Martin Koller, FiBL

Weitere Informationen zum Biogemüsebau

Biogemüsebau (ganze Rubrik)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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