Aargauer Biobauern feiern und lancieren Petition für das FiBL

Mit einer kulinarischen Schifffahrt auf dem Hallwilersee haben die Aargauer Biobäuerinnen und Biobauern ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Neben dem Kulinarischen kam aber auch das Politische nicht zu kurz: Bio Aargau lanciert eine Petition zugunsten der angewandten Forschung durch das FiBL.

Landschaftlich kam die schöne Umgebung des Hallwilersees zwar nicht sonderlich gut zur Geltung. Der Jubiläumsanlass von Bio Aargau stieg erst nach Einbruch der Dunkelheit. Trotzdem waren die rund hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer voll des Lobes für die Idee einer gemeinsamen Schifffahrt zum 20-jährigen Bestehen des Verbands.

Auf einem sogenannten Turbo-Ofen schmolzen die Bioraclettescheiben im Eilzugstempo während in den Gläsern Weisswein und Most aus eigener Produktion perlten.

Weiteres Wachstumspotenzial

In der Tat gab es einiges zu feiern, aus einem bescheidenen Grüppchen von ein paar Dutzend Pionieren zu Gründerzeiten ist ein aktiver und relevanter Verband mit über 200 Mitgliedern herangewachsen. Parallel dazu hat auch die Zahl der Betriebe zugenommen, sie lag Ende 2012 bei 243 und damit bei 6,5 Prozent aller Aargauer Landwirtschaftsbetriebe. Es besteht also durchaus noch Potenzial, um das Wachstum kräftig fortzusetzen.

Zur Jubiläums-Versammlung gehörte auch ein kurzer politischer Teil, in dem Alois Huber, Biobauer und seit einiger Zeit Präsident des kantonalen Bauernverbands kurz die Ergebnisse von Agrarpolitik 2014-17 analysierte. Diese seien für die Biobauern einigermassen gut ausgefallen. Zwar werde auch die Biomilchproduktion unter dem angepassten System leiden, den Verlust der Raufutterbeiträge könnten die Verbandsmitglieder aber gut verkraften, weil sie schon bisher moderate Tierbesatzzahlen hatten.

Angewandte Forschung gefährdet

Vorstandsmitglied Getrud Häseli gab anschliessend den Startschuss zur Unterschriftensammlung für eine Petition mit dem Titel: «Keine Kürzung der finanziellen Mittel für das FiBL». Bio Aargau wehre sich vehement gegen die vom Regierungsrat angekündigten Leistungskürzungen im Bereich Biolandbau, heisst es im ergänzenden Text. Die Aargauer Exekutive wolle die Beiträge für die angewandte Bioforschung (Feldversuche, Weizen, Raps, Mischkulturen, Vermeidung Krähenfass) für 2014 um 20'000 auf 60'000 Franken reduzieren, obwohl die Nachfrage nach Bio-Ackerprodukten das Angebot massiv übersteige. Damit gefährde er die gute Zusammenarbeit zwischen FiBL, Biolandbau Liebegg und Aargauer Biobetrieben. Unterschriftenbögen sind erhältlich bei Präsident Stefan Schreiber (E-Mail) und Getrud Häseli (E-Mail).

Text und Bild: Adrian Krebs

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 07.11.2013

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