Schweizer Jätmeisterschaft: 175 Kilogramm Unkraut herausgezupft

An der 2. Schweizermeisterschaft im Jäten holen Ana Chiorean vom Biobetrieb Eichof in Spins BE und das Team der Agentur Leo Burnett aus der Stadt Zürich den Titel im Einzel- und Gruppenwettbewerb. Sie setzten sich bei heissen Temperaturen gegen die Konkurrenz durch.

Achtung, fertig und los geht’s. Die Jäterinnen und Jäter machen sich daran, so schnell wie möglich das Unkraut aus ihrer Maisreihe herauszurupfen. Sie haben fünf Minuten Zeit, so viel und so genau wie möglich zu jäten. Nach Ablauf der Zeit wird die Unkrauternte gewogen und im Feld kontrolliert, wie genau gejätet wurde. Die Kriterien Zeit, Menge und Genauigkeit fliessen in die Bewertung ein.

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer jäteten am Samstag, 4. Juli 2015 auf dem Biohof Burgrain in Alberswil LU in den Kategorien «Einzel» und «Gruppen» um die die »Goldene Hacke» von Bio Suisse. Zu kämpfen hatten die Teilnehmer der 2. Schweizer Jätmeisterschaft nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegen die hohen Temperaturen von über 30 Grad. Genügend trinken und sich während den Pausen in den Schatten setzen – das war die Devise. Nach der ersten Runde war der Ehrgeiz geweckt. Und so diskutierten die Teilnehmer in der Pause unter den Sonnenschirmen über die beste Strategie. Einmal schnell durch und dann einen zweiten Kontrollgang oder besser gleich von Anfang an genau und dafür schön langsam? Die Meinungen zur besten Taktik gingen auseinander. Während des Wettkampfs zeigte sich dann: Mit der Strategie alleine ist es nicht gemacht. Übung ist genauso wichtig.

Am Ende des Tages am meisten und saubersten gejätet hatte Ana Chiorean vom Eichof in Spins BE. Sie siegte in der Einzelkategorie und verwies Lukas Tauss von der Agentur Leo Burnett aus Zürich und den Lokalmatador Peter Epp vom Biohof Burgrain auf die Ränge zwei und drei. Bei den Gruppen war die Entscheidung eng. Das spätere Siegerteam Leo Burnett aus Zürich konnte sich im Halbfinale erst im Stechen durchsetzen. Im Final reichte es dann zu einem knappen Sieg gegen das Team von Bio Luzern. Den dritten Rang belegte das Team vom Bio-Gut aus Madiswil BE. Insgesamt haben die Jäterinnen und Jäter rund 175 Kilo Unkraut gejätet.

Hintergrund der Jätmeisterschaft ist der Verzicht des Biolandbaus auf Herbizide zur Unkrautvernichtung. Die Biobauern bekämpfen das Unkraut maschinell und in Handarbeit sowie mittels Abflammen. mgt/dr

Weitere Informationen

Jät-Schweizermeisterschaft 2015 (Webseite Bio Suisse)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 06.07.2015

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