Biomilchmarkt vor grossen Herausforderungen

(16.03.2009) 

Die Produktion von Biomilch 2008 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 206 Millionen Kilogramm zugenommen und die Biomilchverwertung um elf Prozent auf 166 Millionen Kilogramm. Rund 40 Millionen Kilogramm oder 20 Prozent überschüssige Biomilch musste in den konventionellen Kanal geliefert werden. Die wichtigsten Verwertungsarten, Käse, Konsummilch und Butter haben sich 2008 positiv entwickelt. Sie machen insgesamt rund 80 Prozent der gesamten Biomilchverwertung aus.

Trotz den erfreulichen Wachstumszahlen steht der Biomilchmarkt vor grossen Herausforderungen: Der stark saisonale Milchanfall in den Berggebieten, die Funktion des Biomilchpools als Mengenpuffer und die Verunsicherung auf dem gesamten Milchmarkt. Um die grossen Milchmengen aus dem Berggebiet ausserhalb der Alpsaison sinnvoll zu verwerten, sind verschiedene Projekte am Laufen. Die Funktion des Biomilchpools als Börse für Biomilch mit zeitweise entsprechend tiefen Preisen und die aktuelle Verunsicherung auf dem gesamten Milchmarkt lohnen genaueres Hinschauen.

Der Biomilchpool trat an, um das Angebot an Biomilch zu bündeln und die Verhandlungsposition seiner Lieferanten zu stärken. Die Verarbeiter suchten nach alternativen Anbietern und wurden fündig. Der Pool musste Überschüsse in den konventionellen Kanal liefern; seit letztem Herbst, aufgrund der vollen konventionellen Kanäle, sogar auf dem Spotmarkt mit dem entsprechenden Preisniveau. Heute haben die regionalen Biomilchorganisationen, die nicht im Biomilchpool sind, eine starke Position: sichere Abnahme und gute Preise. Risiko wird vom Markt nicht honoriert. Der Pool hingegen trägt den grössten Anteil an den Deklassierungskosten. Um einen weiteren Preiszerfall zu verhindern, arbeitet die Fachkommission Milch von Bio Suisse an Lösungen.

Weiterführende Informationen:

Milchmarktseiten

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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