Biosojaanbau 2017: Marktinformationen

Die Anbaufläche für Speisesoja muss 2017 verringert werden, da der Absatz geringer ausfällt als zuvor angenommen. Die betroffenen Produzenten sind von Progana/Rytz informiert worden, nach welchen Kriterien die Vertragsmengen für die Ernte 2017 festgelegt wurden.

(14.02.2017) 

Wichtig ist, dass der Produzentenpreis von 223.50 unverändert beibehalten werden kann. Es wird intensiv daran gearbeitet, mit den Marktpartnern die Nachfrage von Biospeisesoja für die darauffolgenden Jahre weiter zu entwickeln.

Biofuttersoja auch möglich
Als Ergänzung zum Speisesoja kann ab 2017 Futtersoja angebaut werden. Der Preis wird bei ca. Fr. 115.- / dt liegen, abhängig von der Höhe des Förderbeitrags von Bio Suisse (2016 = Fr. 15.-) und der Marktpreise für europäischen Biosojakuchen im Hebst 2017. Für Futtersoja wird vom Bund wie für Speisesoja ein Kulturbeitrag von Fr. 1‘000.-/ha bezahlt. Trotzdem ist der Deckungsbeitrag von Futtersoja um etwa Fr. 1‘500.-/ha tiefer als  derjenige für Speisesoja.

Interessant für die Fruchtfolge
Der Futtersoja kann aber helfen, die Fruchtfolge mit Leguminosen anzureichern. Bei viehlosen oder viehschwachen Betriebe sind Kulturen, die keinen Stickstoff benötigen, immer sehr gesucht. Auch Soja aus Umstellung kann übernommen werden. Somit ist es Landwirten in Umstellung möglich, sich mit der Anbautechnik von Soja unter Biobedingungen vertraut zu machen.

Speisesojasorten 
Am einfachsten wird für 2017 die ertragreiche Speisesojasorte Proteix eingesetzt, aber nur in tieferen Lagen (bis etwa 500 m ü. M.). Für die höheren Lagen ist Aveline möglich, aber ihr Ertrag ist geringer.
Baut ein Landwirt eine dieser zwei Sorten als Futtersoja zur Ergänzung der Speisesojafläche an, ist die Ablieferung problemlos: Die Vertragsmenge wird als Speisesoja übernommen, die zusätzliche Menge als Futtersoja.

Futtersojasorten
Möchte aber ein Landwirt ertragreichere Sojasorten aus der Swissgranum-Liste anbauen, muss er Biosaatgut finden und den Futtersoja und Speisesoja getrennt  liefern, was die Transportkette komplizierter macht. Falls er nur Futtersoja anbaut, entfällt natürlich diese Schwierigkeit. Biofuttersojasaatgut wurde bisher in der Schweiz nicht angebaut und muss importiert werden. Für Landwirte, welche ertragreichere Futtersojasorten anbauen möchten, wird die Mühle Rytz das nötige Biosaatgut aus dem europäischen Markt beschaffen können. Bitte raschmöglichst bestellen.

Mühle Rytz
Telefon: 031 754 50 00
Webseite

Weiterführende Informationen

Körnerleguminosen (auf dieser Webseite)

 

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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