Fangfressgitter für behornte Kühe im Laufstall

(24.12.2007) 

Im Laufstall mit behornten Kühen gilt es Konkurrenzsituationen zu vermeiden, die zu Stress und Hornverletzungen führen können. Dem Fressbereich muss dabei besondere Beachtung geschenkt werden. Nahezu unerlässlich ist ein Fangfressgitter.

Mit Blick auf 2010 beschäftigen sich viele Biobetriebe mit der Planung eines neuen Milchviehstalles in Form eines Laufstalles. Aus Sicht der Arbeitswirtschaft und der Tiergerechtheit ist diese Form der Haltung ein Fortschritt. Wünschenswert ist es zudem, wenn die Kühe ihre Hörner behalten können.

Das Fressfanggitter ermöglicht durch sicheres Fixieren aller Kühe eine ungestörte Futteraufnahme und zudem im offenen Zustand auch ein ungehindertes Verlassen. Denn nur so kann eine bedrohte Kuh schnell genug aus dem Fressgitter weichen. Am besten geeignet sind nach oben offene verschliessbare Palisadenfressgitter (Schwedenfressgitter), da sie Freiraum im Kopfbereich bieten. Ausserdem muss die Kuh im Fressgitter stehend einen möglichst freien Blick nach hinten haben, um eine Bedrohung überhaupt wahrnehmen zu können.

Die Fressplatzbreite sollte mindestens 85 cm, besser 90-100 cm betragen. Betriebsspezifische Faktoren wie Horngrössen und Fütterungsregime müssen hier berücksichtigt werden.

Jedem Tier muss mindestens ein Fressplatz zur Verfügung stehen. Eine gegenüber der Tierzahl leicht erhöhte Anzahl Fressplätze ist sinnvoll. Managementmöglichkeiten am Fressgitter, die zur Beruhigung der Herde im Fressbereich beitragen können, sind das (Ein-) Sortieren von Kühen an bestimmte Fressgitterplätze oder das vorzeitige Freilassen einzelner Kühe oder das versetzte Freilassen in Gruppen.

Ansprechpartnerin:

Claudia Schneider
Tiergesundheit
Tel. 062 865 72 28
claudia.schneider(at)fibl.org

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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