Sanfte Eingliederung in die Laufstallherde 

Wichtiges zum Weidebeginn

In guten Lagen des Talgebiets sind die Kühe ab Anfang April auf der Weide. Die Wiesen werden nach einem schneereichen, langen Winter versuchen, die Zeit aufzuholen und sehr schnell zu wachsen. Wasser ist genug im Boden. Es besteht die Gefahr, dass die Weiden durchwachsen, deshalb muss der Weidedruck hoch gehalten werden.

Weide und Winterfütterung kombininieren

Zuerst wird überweidet und gleichzeitig die Winterfütterung aufrechterhalten. Am besten ist es, wenn die Kühe frei entscheiden können, was sie fressen wollen. Das ist natürlich nur bei angrenzender Stallweide und offenem Stall mit Winterfutterangebot möglich. Hochgeschossenes Gras (zirka 10 cm) ist gefährlich für Blähungen, vor allem wenn der Kleeanteil hoch ist. Junges Weidegras in Kombination mit Winterfutter verhindert Blähungen weitgehend.

Vollweide

Ab zirka Mitte April kann in frühen Lagen auf Vollweide umgestellt werden. Jede Kuh oder GVE braucht eine Fläche von ungefähr 20 Aren.

Alpung

Für optimale Erträge auf den intensiven Wiesen ist die Alpung ideal. Das gilt vor allem für Mutterkuh- und Bergbetriebe. In guten Lagen sind dann zwei Schnitte möglich. Nach der Alpung kommen die Kühe auf frische Weiden und man nutzt das kompensatorische Wachstum der Wiesen.

Weiden nicht im Frühjahr güllen

Im Idealfall wurden die Weiden im Herbst begüllt, nicht im Frühjahr. Die Kühe fressen so die Weiden besser ab. Viele Bauern mussten aber wegen des langen Winters bereits Gülle ausbringen. Auf Weideerweiterungsflächen, die für den Schnitt vorgesehen sind, wird eine Güllegabe von nur 15 m3 pro Hektare (1:1 verdünnt) verteilt. Biobauern haben als kurzfristig wirkenden Stickstoffdünger nur ihre Gülle zur Verfügung. Wenn es die Lagerkapazität erlaubt ist es besser, die Gülle sommerbetont zu verabreichen. Damit kann die Weideperiode verlängert werden.

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 12.10.2018

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