Auf leichte Mastrassen setzen Arbeitsaufwand reduzieren und die gewonnene Zeit neu einsetzen 

Biotränker gehören zur Ausmast auf Biobetriebe

In der Produktion von Bioweidebeef gibt es zwei Möglichkeiten für die Ausmast auf 300 Kilo Schlachtgewicht:

  1. Betriebe mit Mutterkuhhaltung trennen die Kälber im Alter von zehn Monaten von der Herde und mästen sie aus.
  2. Zukauf der Mastremonten (F1 50 % Mastrassenanteil; am besten Limousin). Diese Mastremonten sollten abgetränkt, 5 bis 6 Monate alt und zirka 200 Kilo schwer sein.

Wir stellen in der Beratung fest, dass viele Biomilchbetriebe ihre wunderschönen F1 Limousin Kälber als Tränkekälber an den konventionellen Handel verkaufen und diese dann auf konventionellen Mastbetrieben ausgemästet werden.

Es ist mit Nachdruck an die Solidarität der Biomilchbetriebe zu appellieren, wenigstens ihre weiblichen Limousin F1 Tränker an die Bioweidebeefproduzenten in ihrer Nähe zu verkaufen. Denn diese Tränker-Kuhkälber werden am Markt pro Kilo Fr. 1.50 bis Fr. 2.- tiefer gehandelt als die Stierkälber. Bei letzteren kommt dazu, dass sie für das Bioweidebeefprogramm kastriert werden müssen.

Die grobe Kalkulation ergibt eine Arbeitsentschädigung von 455 Franken pro Remonte:

FaktorMengePreisBetrag
Remonte200 kgFr. 7.–Fr. 1400.–
Kuhkalb
(Tränker AA)
75 kgFr. 7.–- Fr. 525.–
Milch600 kgFr. –.70- Fr. 420.–
ArbeitFr. 455.–

Die Kalkulation zeigt, dass die Verwertung der weiblichen Tränker kostendeckend ist.

Den Bioweidebeefbetrieben ist zu empfehlen, direkt in ihrer Umgebung die Biomilchbetriebe anzugehen und sie für die Mastremontenproduktion zu gewinnen.

Weiterführende Informationen

Weidemast (alle Artikel in der Rubrik Weidemast)

 

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.04.2013

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