Längere Säugezeit für bessere Ferkelgesundheit Richtiges Timing ist bei der Ferkelkastration entscheidend 

Jedes Ferkel zählt

Die Betreuung von Sau und Ferkel rund um die Geburt ist ausschlaggebend für das Überleben der Jungen und damit für die Anzahl Ferkel pro Sau und Jahr. Die Vorbereitung beginnt früh: Sauen müssen gesund und sauber in den Abferkelstall eingestallt werden. Die Tierbetreuung sollte zur Geburt und kurz danach so intensiv wie möglich sein, denn nur so können Probleme sofort erkannt und behoben bzw. die Tiere behandelt werden.

Für die Ferkel ist es lebenswichtig, dass sie nach der Geburt sofort das Gesäuge finden und Kolostrum zur Grundimmunisierung und Energiezufuhr aufnehmen und dass sie ein geschütztes und beheiztes Wärmenest vor Auskühlung schützt. Schwachen und kleinen Ferkeln wird geholfen, indem man sie an die Zitzen legt und falls der Saugreflex fehlt, ihnen etwas Kolostrum ins Maul milkt.

Gebären mehrere Sauen gleichzeitig und unterschiedlich grosse Würfe, können Ferkel innerhalb von zwei Tagen versetzt werden. Die Ferkel bleiben mindestens einen halben Tag bei ihrer Mutter, um genügend Kolostrum aufzunehmen. Versetzt werden die stärksten Ferkel.

Für die Sau darf die Geburtsbetreuung kein Stress sein, da dieser die Geburt verzögert. Grundsätzlich gilt, so wenig wie möglich eingreifen, aber so gut wie möglich überwachen. Nach der Geburt kann eine Temperaturkontrolle bei der Sau morgens und abends frühzeitig Auskunft geben, ob eine Erkrankung* naht.

* zum Beispiel MMA: Mastitis (Gesäugeentzündung), Metritis (Gebärmutterentzündung), Agalaktie (Milchmangel, Milchlosigkeit)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 04.12.2013

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