Biogetreidebranche einigt sich auf Proteinzahlung ab Ernte 2016 Auch beim Weizen schmeckt Bio anders 

Weizen: bei schlechter Verarbeitungsqualität Dinkel und Roggen anbauen

Von Seiten der Verarbeiter wird die Verarbeitungs1ualität des Schweizer Bioweizens immer wieder in Frage gestellt. Um die für die industrielle Backwarenherstellung geforderte Verarbeitungsqualität zu erreichen, müssten sie guten, ausländischen Bioweizen zukaufen oder teuren Biokleber beimischen. Eine Analyse der Importe zeigt aber, dass der Schweizer Bioweizen im europäischen Vergleich eine Spitzenstellung einnimmt. Nur der kanadische Sommerweizen mit kontinentalem Klima und guten Böden hat klar eine bessere Verarbeitungsqualität. Neu kommen auch vermehrt gute Verarbeitungsqualitäten aus dem Osten.

Aus den langjährigen Sortenversuchen von Agroscope Reckenholz kann abgeleitet werden, dass die Backeigenschaften des Bioweizens nicht schlechter sind als diejenigen aus der konventionellen Produktion. Dies obwohl Bioweizen im Durchschnitt ein Prozent weniger Protein aufweist. Auch die Praxisversuche des FiBL und die Proben ausgewählter Sammelstellen in den Kantonen Aargau und Zürich haben gezeigt, dass die Verarbeitungsqualität des Bioweizens die hohen Anforderungen der industriellen Verarbeitung grösstenteils erfüllt.

Es gibt aber einzelne Problemstandorte, von denen Jahr für Jahr Weizen aus „Top“-Sorten mit nur mässiger Qualität abgeliefert wird. Auf diesen Standorten sollte auf Roggen oder Dinkel ausgewichen werden.

Weiterführende Informationen:

Merkblatt Biogetreide (im FiBL-Shop)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 13.01.2016

Werbung