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Wurzelwachstum

„Die mehrfachen Hinweise in der Literatur, dass der Raps als Tiefwurzler die unteren Schichten der Böden aufschliesst, dürften nur dann zutreffen, wenn der Boden dem Wurzelwachstum wenig Widerstand entgegenstellt. In allen anderen Fällen, in denen aber die Böden infolge des Klimaablaufes und der Beschaffenheit des Ausgangsmaterials kein gefestigtes, hohlraumreiches Gefüge und keinen entsprechenden Feingehalt aufweisen, ist die aufschliessende Wirkung der Rapswurzeln schon in den mittleren Bodenschichten gering. Wohl aber eignen sich sie Wurzeln vorzüglich zur Auflockerung und Strukturverbesserung der Krumenschicht und bei nicht zu starker Pflugsohlenverdichtung auch der angrenzenden Bodenlagen. Diesen Bodenraum durchziehen sie mit einem dichten Gewebe, dessen weisse Fäden zwischen den Bodenteilchen hervorleuchten. Die wertvollste Wirkung des Rapses auf den Boden besteht schliesslich darin, dass die feinen, mürben, glasig-brüchigen Wurzeln durch ihre leichte Zersetzbarkeit das Bodenleben und in seiner Folge die Bodenstruktur überaus günstig beeinflussen. „

(Auszug aus „Wurzelatlas“ von L. Kutschera)

„Raps stellt hohe Anforderungen an die Tiefgründigkeit und einen guten Garezustand des Bodens. Er reagiert empfindlich auf jede geringste Bodenverdichtung und verträgt auch keine Staunässe. „

Bodenbearbeitung und Saatbettbereitung:
„…muss in der Regel tief gelockert werden. Anschliessend ist ein feinkrümeliges Saatbett mit gutem Bodenschluss herzustellen. Die Ernterückstände der Vorfrucht sind mit Hilfe geeigneter Geräte zur Stoppelbearbeitung mit dem Boden intensiv zu mischen. Schnelle Umsetzung der organischen Substanz und gleichzeitige Keimung von Unkrautsamen und Ausfallgetreide sollen durch flache Bearbeitung erreicht werden. Pflugfurche und Saatbettbereitung sollen in trockenem Zustand erfolgen, um Schmierzonen und Luftmangel zu vermeiden. Auf diese Fehler reagiert Raps besonders empfindlich mit Mindererträgen. „

Saat
„Raps ist tiefsaatempfindlich. Ein festes Saatbett sorgt dafür, dass das Korn nicht zu tief abgelegt wird. In etwa 1-2 cm Tiefe soll eine feste Bodenschicht das Rapskorn aufnehmen. Saatbettvorbereitung und Saattiefe beeinflussen den Feldaufgang und damit den späteren Pflanzenbestand.“

„… im Herbst soll sich eine kräftige Rapseinzelpflanze gebildet haben.“ „ …weil letztlich die gut entwickelte Einzelpflanze die Ertragssicherheit stark beeinflusst.“

(Auszüge aus „Pflanzenproduktion“ von J. Oehmichen)

Infoblatt zur Rapswurzel (133.7 KB)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 21.11.2008

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