Für eine gezielte Biodiversitätsförderung sind Standortwahl und passende Massnahmen entscheidend. Wenig ertragreiche Ackerstandorte eignen sich besonders gut, um mit Ackerschonstreifen die Ackerbegleitflora zu fördern. Gute Indikatoren können spontan vorkommende Bestände von Mohn oder Kornblumen sein.
Restflächen sinnvoll nutzen und Parzellen neu denken
Auf bestehenden Getreideflächen kann eine im Frühjahr angesäte Untersaat ökologische Vorzüge und eine Unkrautunterdrückung mit sich bringen. Ungünstige Parzellengrenzen könnten begradigt und Restflächen als mehrjährige Acker-BFF genutzt werden. Vielleicht liegen gewisse Flächen in Förderperimetern für gefährdete Arten, wo spezifische Massnahmen wie die Saat in weiten Reihen oder eine Stoppelbrache sinnvoll sind.
Teilflächen und Kombinationen
Eine schrittweise Einführung von neuen Massnahmen, etwa über Teilflächen am Feldrand, hilft, Risiken zu begrenzen und Erfahrungen zu sammeln. Wichtig ist die Kombination temporärer Massnahmen mit mehrjährigen Förderflächen sowie die rechtzeitige Prüfung und Anmeldung von Förderprogrammen.
Ein neues Praxisvideo zur Förderung der Ackerbegleitflora bietet wertvolle Einblicke aus der Praxis (Link siehe Weiterführende Informationen)
Theres Rutz, FiBL
Weiterführende Informationen
Film Ackerschonstreifen – Praxiserfahrungen und Nutzen für die Biodiversität (Youtube)
Biodiversität im Ackerland (Rubrik Nachhaltigkeit)
Informationsplattform zur Förderung der Biodiversität in der Landwirtschaft - Agrinatur (agrinatur.ch)
