Die Mischkulturen weiterentwickeln – mit dem Remix-Projekt Film: Anbau von Mischkulturen - Körnerleguminosen mit Getreide 

Merkblatt «Erfolgreicher Anbau von Körnerleguminosen in Mischkultur mit Getreide»

Die wachsende Nachfrage nach proteinreichen Futtermitteln wird bisher zum grossen Teil durch importierte Soja gedeckt. Dies widerspricht dem Nachhaltigkeitsprinzip des Biolandbaus. Der Anbau von Soja und anderen Körnerleguminosen in Reinkultur gestaltet sich in der Schweiz schwierig. Wie Praxisversuche des FiBL zeigen, kann der Anbau in Mischkultur die Ertragssicherheit und die Wirtschaftlichkeit der einheimischen Eiweissproduktion deutlich verbessern. Das Merkblatt fasst den aktuellen Wissensstand zum Anbau von Körnerleguminosen in Mischkultur mit Getreide zusammen und liefert Empfehlungen für den erfolgreichen Anbau in der Schweiz.

Das 20 Seiten umfassende Merkblatt kann als Druckversion für neun Franken (zzgl. Versandkosten) bezogen oder digital kostenlos abgerufen werden:

Erfolgreicher Anbau von Körnerleguminosen in Mischkultur mit Getreide (FiBL-Shop)

 

Mischkultur senkt Anbaurisiko

Nach sieben Versuchsjahren auf Praxisbetrieben mit dem Anbau von Körnerleguminosen in Mischkultur mit Getreide und anderen Kulturen haben die Fachleute des FiBL Schweiz ihre Erfahrungen in einem Merkblatt zusammengefasst. Im Praxisratgeber werden die Eignung der vielversprechendsten Mischungen beschrieben und vertiefte Informationen zu Anbau, Wirtschaftlichkeit und Verwendung der bewährtesten Mischungen in der Schweiz vermittelt.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass der Anbau von Körnerleguminosen in Mischkulturen die Standfestigkeit und Erntbarkeit der Körnerleguminosen deutlich verbessert und das Unkraut dank besserer Bodenbedeckung durch das Getreide zum Teil sehr gut unterdrückt. Auf diese Weise kann das Anbaurisiko im Vergleich zu Reinsaaten von Körnereiweisserbsen deutlich gesenkt werden.

Seit der Übernahme von Gemengen im ausgereiften Zustand durch Sammelstellen hat der Anbau von Körnereiweisserbsen und Gerste in Mischkultur in der Schweiz von 50 ha auf über 500 ha zugenommen. Die erfolgreiche Innovation des FiBL hat dazu geführt, dass die Eigenversorgung mit Proteinen wesentlich verbessert werden konnte und darum weniger Eiweissträger importiert werden müssen.

Die Forschung wird jetzt weiter daran arbeiten, den Anbau von Mischkulturen im Ackerbau durch Sortenwahl, Züchtung und verbesserte Mechanisierung zu optimieren. Erwünscht wären auch geeignete Mischungspartner für Lupinen, Soja, Raps, Linsen und Lein.

Weiterführende Informationen

Mischkulturen (Rubrik Ackerbau)

Körnerleguminosen (Rubrik Ackerbau)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 24.01.2017

Werbung