Trockenheit: Grünlandnutzung sanft anpassen

Die «Trockenzeit» bringt vielerlei Herausforderungen mit sich, es mangelt an Futter und viele Tiere werden geschlachtet. Wiesen, die in durchschnittlichen Jahren nicht regelmässig mit der Trockenheit Bekanntheit machen und sich somit nicht entsprechend angepasst haben, müssen nun saniert werden. Die Grünlandnutzung des Betriebes muss auf veränderte Bedingungen reagieren.

(13.08.2018) 

Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Grünland und Viehwirtschaft (ÖAG), das Bio-Institut HBLFA Raumberg-Gumpenstein und Bio Austria haben gemeinsam das Merkblatt «Abgestufte Nutzung im Biogrünland» publiziert. Der Leitfaden gibt praktische Hinweise für die innerbetriebliche Umsetzung einer kombinierten Grünlandstrategie, die sowohl die Wirtschaftlichkeit und damit die Ertragssicherheit, als auch die Biodiversität beinhalten.

Viele Biobetriebe sehen sich mit der Situation konfrontiert, mit dem vorhandenen Hofdünger die Mäh- und Weideflächen nicht der Nutzung entsprechend versorgen zu können. Ertragsprobleme, Bestandesveränderungen, Lückigkeit und Verunkrautung der Wiesen können die Folge sein. Die Nutzungsmöglichkeiten werden entscheidend vom Standort beeinflusst, wobei Wasserhaushalt sowie Wärme- und Nährstoffhaushalt als Wuchsfaktoren stark ertragswirksam sind. Zusammen mit Klima, Bodenart, Exposition, Gründigkeit und Entfernung der Parzelle vom Hof liefern sie die notwendige Entscheidungsgrundlage für die Nutzungsintensität.

Im Zusammenhang mit möglicherweise häufiger auftretenden Trockenperioden kann es sinnvoll sein, die Nutzungsintensität der einzelnen Parzellen im Sinne einer verbesserten Standortanpassung zu verändern.

Unter nachstehendem Link kann in die 12 Seiten umfassende Broschüre «Abgestufte Nutzung im Biogrünland» ein Blick geworfen werden (mit Bestellmöglichkeit):
Abgestufte Nutzung im Biogrünland (Webseite HBLFA Raumberg-Gumpenstein; Österreich)

StSch

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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