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Letzte Besichtigung der Weizenfelder vor der Ernte

Meldung  | 

Es lohnt sich, die Weizenfelder kurz vor der Ernte nochmals zu überprüfen. Beim Rundgang durch die Felder können Krankheiten und Unkräuter erkannt und notwendige Massnahmen vorgesehen werden.

Die Verbreitung von Zottelwicken im Weizen muss vermieden werden (Foto: FiBL, Raphaël Charles)

Kurz vor der Ernte sind mehrere Krankheiten sichtbar:

  • Fusarien
    Rosa-orange Färbung bei mehreren Ährchen.
    Wahrscheinliche Ursachen: Anfällige Sorte, vorheriger Mais, intensive N-Düngung.
  • Schwarzbeinigkeit
    Vereinzelten Stellen im Feld mit vollständig weissen Ähren.
    Wahrscheinliche Ursache: Weizen nach einer anderen Getreideart.
  • Zwergbrand
    Zerzauste Ähren und Körner voller Sporen, manchmal mit einem Fischgeruch.
    Wahrscheinliche Ursachen: Verunreinigtes Saatgut, Verschleppung aber auch durch den Boden.
  • Mutterkorn
    Längliche Sklerotien statt Samen.
    Wahrscheinliche Ursachen: Kontaminiertes Saatgut, Wildgräser am Rande der Parzelle.
  • Weizenflugbrand
    Anstelle der Ährchen werden nach dem Ährenschieben dunkelbraune bis schwarze, anfangs noch mit einem silbrigweißen Häutchen überzogene Sporenlager sichtbar, die zur Zeit der Getreideblüte ausstäuben.
    Wahrscheinliche Ursache: Verunreinigtes Saatgut.

Im Falle eines starken Auftretens einer dieser Krankheiten ist es ratsam, die Ausbreitung von Sporen zu vermeiden. Maschinen, Trieure und Lagerflächen müssen gereinigt werden. Schliesslich muss die Sammelstelle benachrichtigt werden, damit sie die Schwere der Kontamination beurteilt.

Das Vorhandensein vieler Ungräser (Windhalm, Raigras, Flughafer) ist meist auf getreidestarke Fruchtfolgen zurückzuführen. Manchmal wird auch von einer hohen Wickenpräsenz berichtet. Es kann die Vogelwicke sein, die zur Feldflora gehört, aber auch die überwinternde Zottelwicke, deren Vermehrung unter Kontrolle gebracht werden muss.

Um die Ausbreitung von Unkrautsamen zu vermeiden, ist die Reinigung der Dreschmaschine entscheidend. Die eingesammelten Samen gehören weder auf den Miststock, noch in den Kompost, noch ins Futter. Wie die Blacken sollten alle Unkrautsamen über den Abfall entsorgt werden. Das Pflügen kurz nach der Ernte eines befallenen Feldes ist keine gut Lösung; in den ersten Tagen nach der Ernte werden bis zu 80 Prozent der Samen von körnerfressenden Kleintieren von der Bodenoberfläche eingesammelt. Es ist besser, eine angepasste Bodenbearbeitungs- und Bodenbedeckungsstrategie zu entwickeln. Raphaël Charles, FiBL

Weiterführende Informationen

Anbautechnik Biogetreide (Rubrik Ackerbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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