Im Detailhandel wurden im November 103 Tonnen Brüsseler Witloof in Bioqualität verkauft. Dieses auch unter dem Namen Chicorée bekannte Gemüse hatte damit höhere Verkaufszahlen als im Vorjahresmonat (98 Tonnen, plus 5,5 Prozent). Den Detailhandelspreis erheben wir im klassischen Detailhandel (ohne Discounter). Er ist bei Biochicorée in der gleichen Periode leicht angestiegen: von 7.65 Franken pro Kilo (November 2024) auf 7.90 Franken pro Kilo (November 2025, plus 3,3 Prozent).
Weniger Bioäpfel verkauft als in den vier Vorjahren
Im November wurden im Detailhandel 537 Tonnen Bioäpfel verkauft. Das sind 2,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (549 Tonne). Auch in den Jahren 2021 bis 2023 waren die Verkaufsmengen im November höher: zwischen 540 Tonnen in 2022 und 626 Tonnen in 2023. Nicht-Bio Äpfel wurden allerdings ebenfalls weniger nachgefragt. Somit lag der Bioanteil bei Äpfeln mit 11,1 Prozent nur knapp unter dem Novemberdurchschnitt der vorigen vier Jahre (11,2 Prozent).
Anstieg der Menge an vermarkteter Biorohmilch
Im November 2025 stieg die Menge an vermarkteter Biorohmilch gegenüber dem Vorjahresmonat um 6 Prozent auf 20 987 Tonnen. Bei der nicht-biologischen Rohmilch stieg die vermarktete Menge ebenfalls um 6,9 Prozent auf 250 986 Tonnen.
Anstieg der Verkäufe von Biohüttenkäse
Im November 2025 stieg der Absatz von Biohüttenkäse im Detailhandel gegenüber dem Vorjahresmonat um 30,3 Prozent auf 66 Tonnen. Auch bei nicht-biologischem Hüttenkäse stieg der Absatz um 26,8 Prozent auf 669,3 Tonnen.
Zunehmende Preisdifferenzen zwischen Bio und Nicht-Bio
Im November öffnet sich die Bio/Nicht-Bio-Schere. Bei Rind und Schwein steigen die Biopreise stärker als bei Nicht-Bio: Biorindsgeschnetzeltes erreicht im November 43.15 Franken pro Kilo (plus 1,8 Prozent gegenüber Oktober), Bioschweinsbraten steigt auf 20.90 Franken pro Kilo (plus 19,8 Prozent), während Nicht-Bio-Schweinsbraten auf 17.40 Franken pro Kilo sinkt (minus 3,6 Prozent). Bei Poulet werden Nicht-Bio-Produkte deutlich günstiger: Poulet Steak verteuert sich im Biosegment leicht auf 35.45 Franken pro Kilo (plus 2,5 Prozent), während Nicht-Bio stark auf 17.85 Franken pro Kilo zurückgeht (minus 22,9 Prozent), was auf aktionsgetriebene Abschläge hindeutet.
Konsumentenpreise für Bioweissmehl weitgehend stabil
Der Preis für Bioweissmehl bleibt im vierten Quartal stabil. Dieser steigt nur leicht von 3.07 Franken pro Kilo im dritten Quartal auf 3.08 Franken pro Kilo im vierten Quartal (plus 0,2 Prozent). Der Preis für konventionelles Mehl sinkt im vierten Quartal im Vergleich zum vorherigen Quartal um 4 Prozent von 2.15 Franken pro Kilo auf 2.07 Franken pro Kilo. Im Vergleich zum vierten Quartal 2024 liegt der Preis von Bioweissmehl im vierten Quartal 2025 um rund 10 Prozent höher (Quartal 4 2024: 2.79 Franken pro Kilo; Quartal 4 2025: 3.08 Franken pro Kilo). Der Preis von konventionellem Mehl liegt verglichen mit dem Vorjahresquartal um rund 2 Prozent tiefer (Quartal 4 2024: 2.11 Franken pro Kilo; Quartal 4 2025: 2.07 Franken pro Kilo).
Hinweis: Die aufgeführten Marktzahlen beziehen sich ausserhalb der Schweizer Erntesaison in der Regel auf Importprodukte.
Quelle: Biomarktzahlen BLW vom November 2025
Weiterführende Informationen
Biomarktzahlen (blw.admin.ch)
Biomarkt (Rubrik Markt)
